Die zweite Mannschaft des TSV verliert das entscheidende Relegationsspiel im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga A2 gegen den B-Ligisten TSV Neckartailfingen II mit 0:2.

Damit hatte keiner gerechnet: Nach nur zwei Jahren muss der TSV Weilheim II den bitteren Weg in die Fußball-Kreisliga B antreten. Nach einer insgesamt gesehen schwachen Vorstellung unterlagen die favorisierten Limburgstädter im entscheidenden Relegationsspiel dem Kreisliga B4-Vize TSV Neckartailfingen II völlig verdient mit 0:2 (0:2).

 

Der Weilheimer Trainer Robert Walter war nach dem Schlusspfiff vom gut leitenden Schiedsrichter Johannes Steck maßlos enttäuscht: „Wir hätten noch fünf Stunden spielen können und hätten kein Tor erzielt.“ Vor allem in der ersten Hälfte boten die Weilheimer eine erschreckend schwache Vorstellung. „Wir haben in der ersten halben Stunde entscheidende taktische Fehler gemacht und bei beiden Toren nicht gut ausgesehen“, meinte Walter. Sein Kollege Franjo Rajkovaca war dagegen überglücklich: „Wir haben um jeden Grashalm gekämpft und meine Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Der Zweitplatzierte aus der Kreisliga B, Staffel 4, erwischte einen Auftakt nach Maß. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt da nutzte der B-Ligist die Unsicherheit in der Weilheimer Abwehr gnadenlos aus. Nach einem mustergültigen Querpass von Tobias Haverkamp war in der Mitte Patrick Roth völlig frei und markierte den etwas überraschenden Führungstreffer zum 1:0 (10.). Vielleicht hätte die Partie einen anderen Verlauf genommen, hätten die Weilheimer wenige Minuten später mit der ersten Großchance den Ausgleich geschafft, doch Kapitän Lars Wiest scheiterte mit einem Flugkopfball an Keeper Florian Hipp (20.). Das war es dann auch mit Weilheimer Chancen im ersten Durchgang. „Unsere Anfangsnervosität lässt sich nicht wegdiskutieren. Wir haben einfach eine recht junge Mannschaft“, suchte Walter nach Erklärungen.

Neckartailfingen wirkte abgeklärter und hatte mit dem 40-jährigen Dennis Neumaier den überragenden Abwehrchef. Auch dem zweiten Neckartailfinger Tor ging ein schwerer Abwehrfehler voraus. Der landesligaerfahrene Can Kanarya verlor auf der rechten Abwehrseite das Leder, reklamierte Foulspiel, aber der Schiedsrichter ließ zu Recht weiterspielen. Dennis Brodbeck erzielte darauf mühelos das 2:0 (31.).

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Limburgstädter, den Druck zu erhöhen, aber gegen die gut organisierte Neckartailfinger Abwehr gab es kaum ein Durchkommen. Wenn es doch einmal gefährlich wurde, dann meist durch Distanzschüsse. Die besten Möglichkeiten zum Anschlusstreffer hatten Paul Schrievers (52.), Korcan Sari (56.) und Deniz Emini (73.). Der B-Vize hatte im zweiten Spielabschnitt keine einzige nennenswerte Torchance mehr. „Wir mussten unsere Kräfte einteilen und standen in der zweiten Halbzeit deutlich tiefer“, meinte der TSVN-Coach.

In der Schlussphase versuchten es die Weilheimer dann mit der Brechstange, allerdings ohne Erfolg. Am Ende fand Robert Walter dann doch noch ein Wort des Lobes für seine Jungs: „Ich kann keinem einen Vorwurf machen. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles versucht, das Spiel noch zu drehen.“

Spielstenogramm TSV Weilheim II:
Schmidt - Kanarya, Brandner, Leonhardt, Klein - Bernauer (74. Schaufler), Wiest (34. Sari), Luber (70. Salzer), Schrievers - Bauer, Emini.
TSV Neckartailfingen II: Hipp - L. Guillen (68. Schuster), Neumaier, Bah, Camur - Riehle, P. Guillen (77. Durst), Knezic, Haverkamp, Brodbeck (59. Jelusic/79. Rajkovaca) - Roth.
Tore: 0:1 Roth (10.), 0:2 Brodbeck (31.)
Gelbe Karten: Kanarya, Bauer - Riehle
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Johannes Steck (Nürtingen)

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/lokalnachrichten-lokalsport_artikel,-weilheim-zeigt-nerven-_arid,217316.html