Nach der Kur in Bad Boll würde der TSV Weilheim sich heute Abend gerne gesund melden. Dass Titelanwärter SV Ebersbach als Gegner aufkreuzt, macht die Sache nicht leicht.

Wie so ein Zähler die Gefühlslage beeinflussen kann. Das 1:1 des TSV Weilheim in Bad Boll am vergangenen Samstag war für die Landesligakicker aus Weilheim nach der 1:6-Demütigung gegen Blaustein eine durchaus heilsame Therapie. Heute Abend ab 19 Uhr soll im Lindachstadion die sportliche Genesung fortschreiten. Der Job? Allerdings ein schwieriger. Für TSVW-Chefcoach Benjamin Geiger ist Gegner SV Ebersbach nichts weniger als „der Meisterschaftsfavorit“.

Für ein Erfolgserlebnis gegen Ebersbach müssen sich die Weilheimer heute Abend gewaltig strecken.Foto: Markus Brändli
Für ein Erfolgserlebnis gegen Ebersbach müssen sich die Weilheimer heute Abend gewaltig strecken.Foto: Markus Brändli

Der TSV Weilheim erkämpft sich auswärts einen Zähler beim Lokalrivalen TSV Bad Boll. Trainer Geiger sieht einen Trend in die richtige Richtung.

Am Ende war das 1:1 (1:0) in der Fußball-Landesliga zwischen dem TSV Bad Boll und dem TSV Weilheim eine gerechte Punkteteilung. Mit dem einen Zähler konnte Weilheims Trainer Benjamin Geiger gut leben, der seine Mannschaft gleich auf sechs Positionen geändert hatte: „Mir war wichtig, dass wir nach dem 1:6-Debakel eine Reaktion zeigen.“

Viele Szenen im Mittelfeld, wenig Torchancen auf beiden Seiten: Die Punkteteilung zwischen Boll und Weilheim geht in OrdnungFoto: Brändli
Viele Szenen im Mittelfeld, wenig Torchancen auf beiden Seiten: Die Punkteteilung zwischen Boll und Weilheim geht in Ordnung Foto: Brändli

Der TSVW trifft nach zwei Pleiten in Folge auf einen Gegner, der ebenso punkten muss.

Für die Landesliga-Fußballer des TSV Weilheim setzte es die Höchststrafe. Im Clubheim mussten sich die Kicker zusammen mit dem Trainerstab das jüngste 1:6-Debakel gegen den TSV Blaustein im Detail auf einem Fernsehbildschirm anschauen - und sie fühlten sich dabei wie im falschen Film. Der Streifen bot nämlich erschreckend wenig fröhlichen Szenen aus Weilheimer Sicht, aber, so die Trainerhoffnung, einen großen Lerneffekt. „Die Blausteiner haben uns nämlich mit ihrer robusten Spielweise gnadenlos die Grenzen aufgezeigt“, erinnert sich Weilheims Trainer Benjamin Geigen an die ganz dunklen 90 Spielminuten am vergangenen Sonntag gegen das grundsolide Team aus dem Alb-Donau-Kreis.

Bei der 1:6-Heimniederlage gegen den TSV Blaustein hat der TSVW nicht den Hauch einer Chance und muss sich nun auf Abstiegskampf einstellen.

Der TSV Weilheim geht in der Fußball-Landesliga schweren Zeiten entgegen. Die 1:6 (1:2)-Heimniederlage gegen den TSV Blaustein - eine Mannschaft, die eher im unteren Tabellendrittel anzusiedeln ist - hat deutlich gezeigt, dass den Limburgstädtern ein knallharter Abstiegskampf bevor steht. Das Team von Trainer Benjamin Geiger hatte im gesamten Spielverlauf nicht den Hauch einer Chance.

Keinerlei Entfaltungsmöglichkeit hatten Deniz Emini (rechts) und die Weilheimer gegen die Gäste aus Blaustein. Foto: Marcel Heckel
Keinerlei Entfaltungsmöglichkeit hatten Deniz Emini (rechts) und die Weilheimer gegen die Gäste aus Blaustein. Foto: Marcel Heckel

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Spätestens nach dem Sonntagsmatch gegen den TSV Blaustein wird man beim TSV Weilheim wissen, wohin die Reise diese Saison führt.

Quo vadis, TSV Weilheim? Wohin führt der Weg des radikal verjüngten Teams in dieser Saison? Nach den ersten beiden Auftritten ist noch kein schlüssiger Trend zu erkennen. Das Heimspiel gegen den TSV Blaustein könnte zum ersten richtigen Fingerzeig werden, ob sich die „jungen Wilden“ auf Dauer ohne Probleme in der Fußball-Landesliga behaupten können. Oder ob, wie von manchem Fan befürchtet, ein extrem harter Existenzkampf bevorsteht.

Gemeinsam stark: Die Weilheimer wollen am Sonntag zu Hause gegen Blaustein mit mannschaftlicher Geschlossenheit punkten. Foto: Markus Brändli
Gemeinsam stark: Die Weilheimer wollen am Sonntag zu Hause gegen Blaustein mit mannschaftlicher Geschlossenheit punkten. Foto: Markus Brändli

Die Limburgstädter kassieren in Sontheim die erste Saisonniederlage. Mit dem 0:2 sind die Geiger-Jungs sogar noch glimpflich davongekommen.

Nach dem optimalen Auftakt in die neue Fußball-Landesliga-Saison (4:2-Sieg gegen den TSV Weilimdorf) hat es für den TSV Weilheim am zweiten Spieltag bereits die erste Niederlage gegeben. Die Limburgstädter unterlagen beim Aufsteiger FV Sontheim mit 0:2.

Für den Weilheimer Trainer Benjamin Geiger war es eine verdiente Niederlage, obwohl seine Jungs in einer spannenden Schlussphase mit etwas Glück einen Punkt hätten mitnehmen können.

Zum Auftakt in die neue Saison feierte der TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga einen 4:2 (1:1)-Erfolg gegen den TSV Weilimdorf.

Alles richtig gemacht: Der neue Weilheimer Trainer Benjamin Geiger hat beim 4:2-Heimsieg zum Auftakt der Landesligarunde gegen Weilimdorf jene Spieler eingesetzt, die sich in der Vorbereitung als am fittesten erwiesen hatten - aus gutem Grund: „Wenn wir ein Spiel gewinnen wollen, müssen wir mehr laufen als der Gegner“, hatte Geiger seinem Team eingebläut. Genau das haben seine Jungs gemacht. Nach einer Stunde Spielzeit spielte nur noch eine Mannschaft - der TSVW.

Durchsetzungsstark: Deniz Emini (re.) und der TSVW haben zum Saisonstart gewonnen. Foto: Markus Brändli
Durchsetzungsstark: Deniz Emini (re.) und der TSVW haben zum Saisonstart gewonnen. Foto: Markus Brändli

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Vor dem ersten Härtetest gegen Weilimdorf können die Weilheimer ihr Leistungsvermögen noch nicht wirklich einschätzen.

Der Abschlusstest ging gründlich daneben. 1:4-Pleite gegen die klassentiefere SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang. Eigentlich ein gutes Omen. Denn wenn das geflügelte Wort stimmt, dass einer misslungenen Generalprobe eine erfolgreiche Premiere folgt, starten die Landesliga-Fußballer des TSV Weilheim am Sonntag (15 Uhr) mit einem Sieg gegen den TSV Weilimdorf in ihre zehnte Landesliga-Saison.

Doch Trainer Benjamin Geiger ist noch etwas skeptisch: „Die sechs Wochen Vorbereitung waren durchwachsen. Nicht alles lief optimal. Wir hatten viele Urlauber und Verletzte. Wir brauchen noch zwei, drei Wochen, um bei hundert Prozent zu sein. Bis dahin müssen wir uns durchmogeln.“

Nach vier Trainingseinheiten haben die Landesliga-Fußballer des TSV Weilheim ihr erstes Erfolgserlebnis. Das Testspiel gegen den A-Ligisten KSG Eislingen endete am Samstag 7:0 (2:0). Weilheims neuer Trainer Benjamin Geiger war zufrieden: „Sieben Tore muss man erst einmal erzielen. Das Spiel hat aber auch gezeigt, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.“ Überbewerten wollte Geiger den Erfolg nicht: „In der zweiten Halbzeit ist dem KSG die Luft ausgegangen.“

Munteres Scheibenschießen im Lindachstadion: Der Kreisligist aus Eislingen war kein Prüfstein für den TSV Weilheim.Foto: Markus Brändli
Munteres Scheibenschießen im Lindachstadion: Der Kreisligist aus Eislingen war kein Prüfstein für den TSV Weilheim.Foto: Markus Brändli

TSV WEILHEIM LANDESLIGA 2018-2019
TSV WEILHEIM LANDESLIGA 2018-

Karl-Josef Deutelmoser appelliert beim Landesliga-Staffeltag an die Vernunft der Trainer und Funktionäre.

Mittlerweile ist Karl-Josef Deutelmoser seit zehn Jahren Staffelleiter in der Fußball-Landesliga. Beim Staffeltag in der Vereinsgaststätte des TSV Weilimdorf wurde Deutelmoser am Samstag einstimmig wiedergewählt. Trotz einiger Spielausfälle zeigte sich Deutelmoser mit dem Verlauf der vergangenen Saison zufrieden: „Die Vereine haben gut miteinander harmoniert.“

Für den TSV Weilheim beginnt die Landesligasaison am 19. August mit einem Heimspiel gegen den TSV Weilimdorf.Foto: Carsten Riedl
Für den TSV Weilheim beginnt die Landesligasaison am 19. August mit einem Heimspiel gegen den TSV Weilimdorf.Foto: Carsten Riedl

Der Neue ist bereit: Wenn die Landesligakicker des TSV Weilheim am kommenden Montag in die sechswöchige Saisonvorbereitung starten, will Neu-Trainer Benjamin Geiger Mannschaft und Umfeld mit seinem Enthusiasmus anstecken. Im Interview verrät der 38-jährige A-Lizenz-Inhaber, wie er das anstellen will, auf welche Art Trainer sich die Spieler einstellen müssen und warum er zum Gewinnen nicht unbedingt Zuschauer braucht.

Ihr langjähriger Weggefährte in Boll, Günter Ascherl, sagt über Sie: „Benny ist konsequent, arbeitet nach modernen Methoden und versteht es gut, junge Spieler zu entwickeln“ - wie sieht das konkret aus?

"Es wird kein einfaches Jahr": Benjamin Geiger weiß um die Schwere der Aufgabe als Weilheimer Coach. Foto: Markus Brändli

Benjamin Geiger: Ich rede mit den jungen Spielern, um ihnen ihre Stärken und Schwächen zu zeigen. Dementsprechend versuche ich mein Training auszurichten und das einzufordern, was ich am Wochenende auf dem Platz sehen will. Dafür ist es wichtig, mit Videoanalyse der Spiele zu arbeiten. Das hatte ich auch in Boll schon so gemacht.