Der TSV Weilheim hat ähnliche Probleme wie der sonntägliche Gegner TSV Neu-Ulm.

Die Ertragslage ist schlecht - in Neu-Ulm wie in Weilheim. Nur sechs Punkte aus jeweils neun absolvierten Landesliga-Spielen lassen den Rückschluss zu, dass sich die TSV-Kicker aus Bayern und der Limburgstadt mit einem Problem herumschlagen müssen. Am Sonntag ab 15 Uhr duellieren sich im Lindachstadion deshalb nicht nur zwei Teams mit ähnlicher Ausgangslage, sondern Mannschaften mit großer Sehnsucht nach dem Befreiungsschlag.

Bloß nicht unterkriegen lassen: Manuel Lisac (links) und die Weilheimer sind gegen Neu-Ulm auf Punkte angewiesen. Foto: Markus Brändli
Bloß nicht unterkriegen lassen: Manuel Lisac (links) und die Weilheimer sind gegen Neu-Ulm auf Punkte angewiesen. Foto: Markus Brändli

Der TSV Weilheim verpasst beim Tabellenletzten in Bargau den aufgrund einer Vielzahl an Torchancen möglichen Sieg und wartet damit seit acht Partien auf ein Erfolgserlebnis.

Fußball-Landesligist TSV Weilheim hat sich im Kellerduell beim Tabellenletzten FC Germania Bargau mit einem 0:0 zufrieden geben müssen. Damit wartet der TSV seit acht Spielen auf einen Sieg. „Aufgrund der vielen Tormöglichkeiten war der eine Punkt zu wenig“, sagte ein enttäuschter Weilheimer Trainer Benjamin Geiger.

Mit der Partie am Samstag in Bargau beginnt für den TSVW die Mission „Punktesammeln“.

Der VfB Stuttgart und der TSV Weilheim sind Brüder im Leid. Beide haben erst fünf Pluspunkte auf dem Konto, beide stehen auf einem Abstiegsplatz. Doch in der Trainerfrage gehen sie getrennte Wege. Während Bundesliga-Schlusslicht VfB den Übungsleiter bekanntlich gewechselt hat, sitzt beim Landesliga-14. Benjamin Geiger vor dem Gastspiel morgen bei Germania Bargau fest im Sattel.

Zusammenhalt ist gefragt, wollen die Weilheimer in den kommenden Partien punkten. Foto: Markus Brändli
Zusammenhalt ist gefragt, wollen die Weilheimer in den kommenden Partien punkten. Foto: Markus Brändli

Der Weilheimer Landesligatrainer Benjamin Geiger gibt sich trotz der prekären Tabellensituation optimistisch in Sachen Klassenerhalt.

Benjamin Geiger stehen einschneidende Zeiten bevor - sowohl sportlich als auch privat. In rund vier Wochen wird seine Frau Domenica das erste gemeinsame Kind zur Welt bringen - aller Voraussicht nach im Sternzeichen Skorpion, dem unter anderem große Entschlossenheit nachgesagt wird. Vererben dürfte dem neuen Erdenbürger dies der Papa, der in seiner Funktion als Trainer der Weilheimer Landesligakicker trotz der sportlichen Talfahrt einen beharrlich-zielstrebigen Eindruck macht: „Wir sind auf einem ordentlichen Weg“, sagt er, „ich glaube an meine Mannschaft.“

Die steht zwar als Tabellendrittletzter nach acht Spieltagen so schlecht wie noch kein TSVW-Team zuvor zu diesem Zeitpunkt in der neunjährigen Weilheimer Landesligageschichte da. Doch will Geiger im bisherigen Saisonverlauf bei seinem Team genügend Potenzial erkannt haben, um am Ende die Klasse halten zu können. „Wir haben es nur leider zu selten geschafft, unser Leistungsvermögen über die gesamten 90 Minuten abrufen zu können“, sagt er.

Benjamin Geiger peilt in den nächsten beiden Spielen gegen die Kellerkonkurrenten aus Bargau und Neu-Ulm mindestens vier Punkte an. Foto: Markus Brändli
Benjamin Geiger peilt in den nächsten beiden Spielen gegen die Kellerkonkurrenten aus Bargau und Neu-Ulm mindestens vier Punkte an. Foto: Markus Brändli

Der TSVW zieht sich bei Spitzenreiter SC Geislingen zwar achtbar aus der Affäre, steht nach der 0:3 (0:2)-Niederlage aber zum wiederholten Male mit leeren Händen da.

Es ist fast schon jedes Wochenende dasselbe. Der TSV Weilheim zieht sich in der Fußball-Landesliga recht achtbar aus der Affäre, steht aber am Ende mit leeren Händen da. Auch bei Spitzeneiter SC Geislingen gab es für die Limburgstädter eine 0:3-(0:2)-Niederlage. Dabei war die Elf von Trainer Benjamin Geiger in der ersten Halbzeit das bessere Team, was selbst Geislingens Trainer Jasim Suvalic neidlos anerkennen musste: „Die Weilheimer hätten zur Halbzeit in Führung liegen können.“

Seit über sechs Wochen warten die Limburgstädter auf einen dreifachen Punktgewinn. Die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit lässt Trainer Benjamin Geiger für die künftigen Partien hoffen.

Es bleibt dabei: Der TSV Weilheim kann in der Fußball-Landesliga derzeit einfach kein Spiel gewinnen. Nach der 1:4 (0:3)-Heimniederlage gegen die TSGV Waldstetten warten die Limburgstädter schon seit sechs Wochen auf einen dreifachen Punktgewinn. Der Weilheimer Trainer Benjamin Geiger zeigte sich nach der Partie nicht nur wegen der Niederlage sichtlich verärgert: „Wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, kannst du kein Spiel gewinnen.“ Es fehlte einfach an allem, zu wenig Laufarbeit, keine Zweikampfstärke und dann auch noch die Schwäche bei Standards. „Ich dreh langsam durch, wenn wir diese Unachtsamkeit nicht abstellen können“, ärgerte sich der Weilheimer Übungsleiter. Von den bisher 21 Gegentoren kam fast die Hälfte nach Standard

Zu schwach auf der Brust: Die Spieler des TSV Weilheim zeigten gegen Waldstetten Schwächen in den Bereichen Laufarbeit und Zweikampfstärke. Spielentscheidend war aber auch die mangelnde Zuordnung bei Standards.Foto: Markus Brändli
Zu schwach auf der Brust: Die Spieler des TSV Weilheim zeigten gegen Waldstetten Schwächen in den Bereichen Laufarbeit und Zweikampfstärke. Spielentscheidend war aber auch die mangelnde Zuordnung bei Standards.Foto: Markus Brändli

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Eine erneute Heimniederlage setze es für die junge Weilheimer Elf. Enorm viel Aufwand betrieben und wieder eine deutliche Niederlage eingefahren. Die Weilheimer begangen mit sehr mutigem Forechecking. Leider nicht optimal im Verbund , deshalb immer wieder anfällig für Konteraktionen. Dennoch hatten unsere Jungs die Großchance durch Matteo Stefania, der einen von Torwart abgewehrten Ball aus Nahdistanz am Tor vorbeischob. Das wäre es gewesen!

Der TSVW bekommt es am Sonntag mit dem jüngst arg gebeutelten TSGV Waldstetten zu tun.

Der Saisonverlauf für die Landesligakicker des TSV Weilheim ist ähnlich zäh fließend, wie der Verkehr am Albaufstieg auf der benachbarten Autobahn. Einem ordentlichem Tempo auf der Beschleunigungsspur - wie beim Auftaktsieg über den TSV Weilimdorf - folgten abrupte Bremsmanöver bis hin zum Stillstand. Vor dem sonntäglichen Spiel gegen den TSGV Waldstetten träumt Fußball-Abteilungsleiter Paul Schrievers allerdings von einer Trendwende. „Schon beim Remis in Bad Boll hat die Richtung gestimmt. Wie zuletzt in Echterdingen wäre mit etwas mehr Glück und Konzentration ein Sieg drin gewesen“, sagt der kickende Funktionär zu den zwei auswärts gesammelten Zählern.

Die Zeit drängt: Der TSV Weilheim um Trainer Benjamin Geiger sollte alsbald mit dem Punkten beginnen. Foto: Markus Brändli
Die Zeit drängt: Der TSV Weilheim um Trainer Benjamin Geiger sollte alsbald mit dem Punkten beginnen. Foto: Markus Brändli

Nach der zuletzt klaren Heimniederlage war es wichtig, dass sich das junge Weilheimer Team beim ebenfalls wenig gut gestarteten TV Echterdingen stabilisiert.

Weilheims Coach sieht trotz der 1:5-Niederlage gegen Ebersbach viele gute Ansätze im Spiel seiner jungen Mannschaft.

Nur ein Zähler aus den letzten vier Spielen ist die bittere Bilanz des TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga. Auch am Freitagabend gab es trotz einer ansprechenden Leistung eine 1:5-Klatsche gegen den SV Ebersbach. „Siebzig Minuten lang haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht“, konnte der Weilheimer Trainer Benjamin Geiger seinen Jungs keinen Vorwurf machen. Der Plan mit dem Spielortwechsel ging zudem auch nicht auf. Die Verantwortlichen vom TSV Weilheim hatten die Begegnung kurzfristig vom Rasen- auf den Kunstrasenplatz verlegt. „Das hatte nichts mit dem Belag zu tun, sondern weil unser Kunstrasenplatz kleiner ist. Dadurch haben wir bessere Möglichkeiten, kompakter zu stehen“, erklärte der Weilheimer Abteilungsleiter Paul Schrievers die Maßnahme.

Versucht einem 1:5 auch positive Seiten abzugewinnen: Weilheims neuer Coach Benjamin Geiger.Foto: Markus Brändli
Versucht einem 1:5 auch positive Seiten abzugewinnen: Weilheims neuer Coach Benjamin Geiger.Foto: Markus Brändli

Der TSV Weilheim gastiert am Sonntag beim TV Echterdingen um Ex-Coach Chris Eisenhardt.

14 Mal sind der TV Echterdingen und der TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga bisher aufeinandergetroffen. Aber noch nie war die Situation so heikel wie diesmal. Vor dem sechsten Saisonspiel am Sonntag, 15 Uhr, auf den Goldäckern stehen beide Mannschaften auf einem Abstiegsplatz. Das Wiedersehen von TV-Trainer Chris Eisenhardt mit seinem Ex-Verein ist ein Frustduell.

Ab durch die Mitte: Der TSVW will in Echterdingen was reißen. Foto: Markus Brändli
Ab durch die Mitte: Der TSVW will in Echterdingen was reißen. Foto: Markus Brändli

Schwarzer Freitag für den TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga: Nach dem 1:6 gegen Blaustein vor zwei Wochen wurde die Elf von Trainer Benjamin Geiger gestern Abend vom SV Ebersbach auf eigenem Platz erneut böse bestraft.

Foto: Markus Brändli
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