Der TSV Weilheim unterliegt nach einer unglaublichen Verletzungsserie Eislingen mit 2:6. Der TV Neidlingen und der VfL Kirchheim feiern jeweils Heimsiege zum Punktspielstart im neuen Jahr.

Freud und Leid lagen beim Punktspielstart in der Fußball-Bezirksliga am Sonntag nah beieinander. Während der VfL Kirchheim seiner Favoritenrolle zuhause gegen 05 Nürtingen mit einem 4:2 gerecht wurde und damit dem spielfreien Primus TSV Deizisau auf den Pelz rückte, kassierte der TSV Weilheim im Spitzenspiel gegen den FC Eislingen eine empfindliche 2:6-Heim-Klatsche. Das Derby im Kirschtal entschied der TV Neidlingen gegen die SGEH dank eines Lastminute-Treffers mit 2:1 für sich.

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Geiger ohne Sechs

Schaut man sich den Spielverlauf und die personellen Umstände der Weilheimer 2:6-Pleite gegen Eislingen an, könnte man Benjamin Geigers Aussage zum Spiel sogar verstehen. „Unser Spiel war gar nicht so schlecht. Die Leistung gegen einen ambitionierten und abgezockten Gegner war sogar okay unter diesen Bedingungen. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, so der Weilheimer Übungsleiter. Nach einer holprigen Vorbereitung mit etlichen Ausfällen verletzte sich im letzten Test auch noch Kapitän Benjamin Schmitz. Neben dem bereits verletzten Marc Djorovic, Luca Haußer, den kranken Matthias Schaufler und Simon Kottmann sowie dem noch zwei Wochen rotgesperrten Marvin Heth Ausfall Nummer sechs bei den Limburgstädtern. So musste beispielsweise Korcan Sari nach dreimonatiger Verletzungspause mit drei Trainingseinheiten in den Beinen direkt von Beginn an in der Viererkette ran.

Dennoch starteten die Weilheimer furios, hätten direkt in Führung gehen müssen. Symptomatisch für die Weilheimer Pechsträhne war die zehnte Spielminute, als sich zuerst Toni Carfagna an der Ferse verletzte (Geiger:„Es sieht nicht gut aus“) und nur kurz darauf Waldemar Hechler mit einem Sonntagsschuss die Führung für die spielstarken Gäste erzielte, die die Partie fortan im Griff hatten. Kurios: Der für Carfagna eingewechselte Johannes Kör verletzte sich kurz vor der Pause ebenfalls am Oberschenkel. Geiger flehte ihn an, bis zur Pause noch durchzuhalten. Dabei erzielte Kör, trotz des Handicaps, mit dem Pausenpfiff sogar das zwischenzeitliche 1:3. Zur zweiten Halbzeit kam er dann nicht mehr zurück aufs Feld. Für ihn kam Julian Gundelsweiler, nach langer Verletzung ebenfalls erst eine Woche wieder im Training.

„Und trotzdem hatten wir nach der Pause sogar die große Chance zum 2:3. Mit dem 1:4 war dann aber der Stecker gezogen“, musste Geiger feststellen. Ex-VfL-Kicker Nebih Kadrija, der im vergangenen Jahr noch in Göppingen in der Oberliga spielte, war mit „zwei Assists zum Zungeschnalzen“ (Geiger) und einem Tor Eislinger Dreh- und Angelpunkt. „Jetzt ist der Zug nach oben erst einmal abgefahren, zumal sich die personelle Situation vorerst nicht entspannen wird“, sagt Geiger.

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