Der 4:0-Derbysieg des TSV Weilheim gegen die SGEH wird überschattet von der Roten Karte für Weilheims Batunhan Kara, der nach einer Kopfnuss vom Platz gestellt wird.

Viel los im Derby - nicht nur in dieser Szene kochten zwischen dem TSV Weilheim und der SGEH die Emotionen hoch. Foto: Markus Brändli
Viel los im Derby - nicht nur in dieser Szene kochten zwischen dem TSV Weilheim und der SGEH die Emotionen hoch. Foto: Markus Brändli

Eine Kopfnuss für den Linienrichter, aber vier Tore im Teckderby gegen die SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang - das war diesmal die ungewöhnliche Ausbeute des TSV Weilheim, der mit dem auch in dieser Höhe verdienten 4:0-Sieg in der Bezirksliga zum neunten Mal nacheinander ungeschlagen blieb. Dank dieser tollen Serie ist der Landesliga-Absteiger des Vorjahrs wieder auf Tuchfühlung mit dem Spitzentrio.

Nur noch drei Punkte trennen Weilheim vom 1. FC Eislingen, der im Filstalderby beim FTSV Kuchen eine unerwartete 0:1-Niederlage kassierte. Fünf Punkte sind es zum spielfreien VfL Kirchheim, sechs zum Tabellenersten Deizisau, der in einem „Hochgeschwindigkeitsspiel“ (TSV-Spielleiter Thomas Stiehl) Schlusslicht FC Rechberghausen auf dessen eigenem Platz 6:0 rasierte. Kommenden Sonntag wird sich der Rückstand auf eine der beiden führenden Mannschaften noch verringern, wenn sich an der Hinteren Halde das Spitzenduo duelliert.

Eine erfreuliche Entwicklung nach verpatztem Saisonstart, hervorgerufen durch hausgemachte Probleme wie die schlechte Vorbereitung wegen unüberlegter Urlaubsplanung einzelner Spieler. Zurückzuführen auch auf eine Systemumstellung, auf die Trainer Benny Geiger nicht näher eingehen möchte, um bei der Konkurrenz keine schlafenden Hunde zu wecken. Sie führte immerhin dazu, dass in den letzten neun Partien sechsmal „zu Null“ gespielt wurde.

So auch gestern. Obwohl Weilheim ab der 40. Minute mit einem Mann weniger auskommen musste. Batunhan Kara sah glatt Rot, weil der dem Linienrichter eine Kopfnuss verpasst hatte. Vorausgegangen war ein simpler, total unnötiger Streit um einen Einwurf. Geiger verärgert: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich habe mich gleich beim Linienrichter für unseren Spieler entschuldigt. Über eine interne Bestrafung werden wir noch sprechen“.

Selbst zu zehnt hatte Weilheim das Spiel jederzeit im Griff. „Dem Gegner ist nichts eingefallen. Unsere Mannschaft hat eine Willensleistung geboten. Man hat nicht gemerkt, dass wir ein Mann weniger waren“, so Geiger. Da konnte SGEH-Kapitän Marc Weger nur beipflichten: „Weilheim war, vor allem in der zweiten Halbzeit, in allen Belangen überlegen. Es wird Zeit für uns, dass die Winterpause kommt.“ Da gilt es Kräfte sammeln für den drohenden Kampf gegen den Abstieg. Nach nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen beträgt das Polster zum Relegationsplatz nur noch drei Punkte.

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