Kurioses liefert der Fußball immer mal wieder. Dass Bezirksligist TSV Weilheim in der vergangenen Woche mit der Nullnummer den VfL Kirchheim von der Tabellenspitze stürzte, bedeutet nur Teil eins der Story. Das zweite Kapitel schrieben die Weilheimer gestern per 3:2-Überraschung in Deizisau. Dieser zweite Sturz eines Spitzenreiters binnen sieben Tagen führte dazu, dass nun ausgerechnet der VfL Kirchheim wieder oben steht.

Dabei hatten die Weilheimer gestern in Deizisau keinen guten Einstieg. Stammkeeper Ali Sahin fuhr zwar mit zum Spiel, musste aber schon beim Warmmachen wegen der bereits seit Tagen anhaltenden Muskelbeschwerden die weiße Fahne hissen. „Er konnte nicht einmal schmerzfrei Abschläge vom Boden ausführen“, berichtete Spielleiter Armin Sigler.

Felix Kuhnert musste ran, eigentlich Reserve-Keeper der „Zweiten“. Und der Youngster wurde in der hitzigen Schlussphase zu einer wichtigen Stütze: Drei Hochkaräter entschärfte Kuhnert, half entscheidend mit, dass die Weilheimer zum fünften Mal in Folge ungeschlagen blieben. „Felix ist über sich hinausgewachsen, es freut mich sehr für den Jungen“, lobte TSVW-Coach Benjamin Geiger den kurzfristig eingesprungenen Goalie.

Die Weilheimer lieferten vor der Pause eine erstaunlich konzentrierte Leistung ab, die sie mit drei Treffern krönten. „Kurz nach dem Seitenwechsel hatten wir durch Toni Carfagna eine weitere Topchance“, sagte Geiger, doch der Angreifer scheiterte in einer Eins-zu-eins-Situation an Deizisaus Torwart Patrick Magnani. Den Sturmlauf der Gastgeber überstand der TSVW dann auch „mit etwas Glück“, wie Armin Sigler befand. Für ihn bedeutete die Partie eine Rückkehr in alte Gefilde - der TSVD ist sein Heimatklub.

Kuhnert könnte auch kommende Woche gegen Neuling SpV 05 Nürtingen, der gestern mit 3:2 gegen Faurndau gewann, im Tor stehen. Denn Sahin bleibt ein Wackelkandidat und der einstige Stammkeeper Jonas Schmidt dürfte laut Geigers Einschätzung durch das Studium in Rumänien in den kommenden zwei bis drei Jahren kein Thema mehr unter der Limburg sein. „Der Spielerpass bleibt vorerst hier“, so der Coach.

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