Der TSV Weilheim und der VfL Kirchheim trennen sich im Derby mit einem torlosen Remis. Der TV Neidlingen baut mit einem 2:1 gegen Donzdorf seine Serie aus.

Ein blauer Schlüssel ist das Wappensymbol der alten Zähringer-Stadt Weilheim. Aber einen Schlüssel zum Tor fanden weder die einheimischen TSV-Kicker noch die „Blauen“ vom VfL Kirchheim. Im mit Spannung erwarteten Bezirksliga-Derby trennten sich der Landesliga-Absteiger und der bisherige Tabellenführer unspektakulär torlos unentschieden.

Viel Kampf, keine Tore: Im Weilheimer Lindachstadion fehlte nach dem Derby das Wichtigste in einem Fußballspiel.Fotos: Genio Silviani
Viel Kampf, keine Tore: Im Weilheimer Lindachstadion fehlte nach dem Derby das Wichtigste in einem Fußballspiel.Fotos: Genio Silviani

TSV Weilheim - VfL Kirchheim -> IRISTA Galerie

Die Platzherren können mit dem Remis im Prestigeduell allerdings besser leben als die Gäste. Fast hätten sie den Spielverlauf in der 74. Minute sogar überraschend auf den Kopf gestellt, als Salih Egrlic einen 25-Meter-Freistoß an den Pfosten setzte. Trainer Benjamin Geiger nach dem vierten Spiel in Folge ohne Niederlage: „Es war wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Klar, unser Spiel nach vorne hat noch Luft nach oben. Aber die Einstellung stimmt. Wir haben die Zweikämpfe intensiv geführt und uns den Punktgewinn hart erarbeitet.“

Großen Anteil daran hatte Torwart Ali Sahin. In der Endphase hielt er dreimal glänzend, fischte einen Kopfball von Lukic aus dem Winkel, drehte einen Bosler-Schuss um den Pfosten und legte sich im richtigen Moment quer, als Tim Stirnemann allein auf ihn zustürmte. „Er hat uns im Spiel gehalten“, lobte der Trainer.

Eine seiner Rettungsaktionen war allerdings sehr umstritten. In der 17. Minute fing Sahin einen Kopfball von Meksud Colic nach Meinung der Kirchheimer hinter der Torlinie. Der Unparteiische gab den Treffer nicht. Was VfL-Trainer Michel Forzano erzürnte: „Der Ball war einen halben Meter drin. Ich kann nicht verstehen, dass uns der Verband so einen Schiedsrichter schickt. Unsere Spieler wurden häufig heftig attackiert, aber er hat das fast nie mit einer Karte geahndet.“

Dass der kurze Kirchheimer Auftritt an der Tabellenspitze mit dem schmucklosen Remis gestern jäh beendet wurde, steckte Forzano lockerer weg: „Ich bin nicht so enttäuscht. Die Mannschaft hat alles gegeben, nur die Chancen nicht rein gemacht. Alles halb so wild. Ich schaue erst nach der Vorrunde wieder auf die Tabelle.“ Seine Mannschaft ist nun seit acht Spielen ungeschlagen.

Einziger Gewinner des Spiels war TSV-Schatzmeister Manfred Herrmann, der für einen erkrankten Kollegen ausnahmsweise als Stadionsprecher eingesprungen war. Endlich klimperte es mal wieder ordentlich in seiner Kasse. Fast 300 Zuschauer, obwohl ringsum in Neidlingen, in Jesingen, bei Catania Kirchheim ebenfalls Fußball gespielt wurde. Das konnte sich sehen lassen.

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