Der TSVW steigt nach einem 1:5 im Relegationsfinale gegen den TSV Köngen in die Bezirksliga ab. Das Spiel in Jesingen verfolgen 2 300 Zuschauer

Die neunjährige Landesliga-Geschichte der Weilheimer Fußballer ist seit gestern Nachmittag um 17 Uhr vorerst zu Ende. Mit einem überraschend deutlichen 5:1 (4:1)schoss der TSV Köngen die Roten in den Jesinger Lehenäckern zurück in die Bezirksliga, aus der die Weilheimer 2010 aufgestiegen waren - ebenfalls via Relegation.

Dogukan Dogan (Mitte) und Salih Egrlic können‘s nicht fassen: Der TSV Weilheim hatte gegen die abgezockten Köngener um Michael Schweizer (sitzend) keine Chance. Foto: Markus Brändli
Dogukan Dogan (Mitte) und Salih Egrlic können‘s nicht fassen: Der TSV Weilheim hatte gegen die abgezockten Köngener um Michael Schweizer (sitzend) keine Chance. Foto: Markus Brändli

Wie die damals von Alex Hübbe gecoachten TSVW-Kicker, hatte sich der TSV Köngen in den beiden vorangegangenen Entscheidungsspielen gegen die Bezirksligakonkurrenz in einen wahren Rausch gespielt und zu einer verschworenen Gemeinschaft entwickelt, die dem Gegner im entscheidenden Moment ihren Willen aufzwingen kann. Der Kampfgeist war bei den Köngenern in einer spielerisch wenig ansprechenden Partie von Beginn an deutlicher erkennbar als beim TSVW - und das, obwohl die sportlich eigentlich abgestiegenen Weilheimer mit dieser einen Partie eine verkorkste Saison noch hätten retten können. „Vor dem Spiel waren alle heiß“, rätselte Trainer Benjamin Geiger nach der Finalklatsche, deren Ursache in den ersten 45 Minuten lag. „Das war unsere schlechteste erste Halbzeit seit der Winterpause“, bilanzierte Geiger enttäuscht.

In der Tat ließen die Weilheimer vor der Pause all das vermissen, was sie in der abgelaufenen Rückrunde zum neuntbesten Team gemacht hatte: Stellungsspiel, Laufarbeit und Defensivverhalten waren über weite Strecken derart mangelhaft, dass die cleveren Köngener wenig Mühe hatten.

Allen voran Michael Rüttinger, der die Weichen mit einem Doppelschlag (17., 25.) früh auf Sieg stellte - daran vermochte auch der zwischenzeitliche Weilheimer Anschlusstreffer durch Salih Egrlic (32.) nichts ändern, zumal die Köngener im direkten Gegenzug nach Abstimmungsproblemen in der TSVW-Abwehr durch Sven Römer auf 3:1 erhöhten und nur vier Minuten mit dem Treffer zum 4:1 (Foulelfmeter) die Vorentscheidung erzwungen hatten.

Für die Neutralen unter den 1 914 zahlenden Zuschauern, die der ausrichtende TSV Jesingen gezählt hatte, war die deutliche Köngener Pausenführung freilich ein Stimmungskiller. Beschränkte sich der Bezirksligist nach dem Seitenwechsel doch nur noch auf das Nötigste, während die Weilheimer verzweifelt versuchten, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Zwingend vermochte der spielerisch enttäuschende TSVW jedoch nicht mehr vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchen, das die Köngener taktisch klug vor den Weilheimern abschirmten.

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/fussball_artikel,-weilheim-trauert-koengen-feiert-_arid,230671.html