Nach dem Triumph des TSV Köngen muss der TSV Weilheim am Sonntag in Jesingen im Kampf um den Landesliga-Verbleib gegen einen Lokalrivalen ran.

Relegationswahnsinn in Reinkultur: Wegen solch hochdramatischen Partien wie gestern zwischen dem TSV Köngen und der SG Bettringen sind die Entscheidungskämpfe um Auf- oder Abstieg aus den Saison-Terminkalendern nicht mehr wegzudenken.

Der gestrige Köngener 8:7-Triumph nach Elfmeterschießen bringt Auswirkungen für gleich zwei Teckvereine mit sich. Der TSV Weilheim bekommt es im Showdown ums letzte Landesligaticket kommenden Sonntag mit einem Gegner aus der Nachbarschaft zu tun, die Jesinger Fußball-Abteilung als Organisatoren des Endspiels mit einem womöglich noch nie da gewesenen Zuschauerandrang in den Lehenäckern.

Weilheims Trainer Benjamin Geiger gehörte gestern mit Schreibblock und Kugelschreiber bewaffnet zu den rund 1 100 Zuschauern in Nellingen, die Zeugen einer Achterbahn der Gefühle für Bettringer wie Köngener wurden. Wechselnde Führungen und ein Fehlschuss eines Bettringers im Elfmeterschießen sorgten für Pulsschwankungen am Spielfeldrand.

„Die Köngener haben eine mit Routiniers versehene Mannschaft“, resümierte Geiger. Erkenntnisse bekam der TSVW-Chefcoach zudem, was die kämpferischen Qualitäten und Moral der Köngener betrifft. Bereits im ersten Relegationshalbfinale hatten die Grünweißen Nerven bewiesen, in Pappelau die SSG Ulm vergangenen Mittwoch nach Verlängerung 2:1 besiegt - entscheidender Torschütze Dennis Essert. Der drahtige Mittelfeldakteur setzte auch gestern mit zwei Treffern den Grundstein für den nächsten Triumph.

„Trotzdem haben wir keinerlei Angst vor diesem Relegationsfinale, warum auch?“, fragte Benjamin Geiger rhetorisch in Anbetracht der Tatsache, dass die Weilheimer aufgrund der glücklichen Fügung des Nafi-Rückzugs (wir berichteten) diese überraschende Rettungsoption bekommen.

Das kommende Duell wird für viele Kicker zum Wiedersehen, für einen dabei ein ganz besonderes. Michael Schweizer, einst zusammen mit Bruder Markus beim TSV Weilheim aktiv, schaute nach Abpfiff nicht nur wegen dieses anstehenden Wiedersehens glücklich drein. „Benjamin Geiger ist einer meiner früheren Trainer“, betonte der 33-jährige Köngener Verteidiger. Das absolute Traumduell sei es für ihn vor allen Dingen, weil er nur wenige hundert Meter von den Lehenäckern entfernt wohne.

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/fussball_artikel,-das-traumfinale-ist-perfekt-_arid,230495.html