Der TSV Weilheim empfängt Ex-Trainer Christopher Eisenhardt mit dem TV Echterdingen.

Sieben Punkte aus drei Spielen - die kleine, aber feine Serie des TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga liest sich gut. Vor allem macht sie neue Hoffnung auf den Klassenerhalt, den viele im roten Lager nach einer deprimierenden Vorrunde schon abgeschrieben hatten. „Aber dafür müssen jetzt zu Hause wieder drei Punkte her“, fordert Trainer Benjamin Geiger nach dem jüngsten Teilerfolg in Ebersbach.

Weilheims Cagatay Ayyildiz. Foto: Genio Silviani
Weilheims Cagatay Ayyildiz. Foto: Genio Silviani

Eine Partie mit Brisanz: Kreuzt mit dem TV Echterdingen doch die Mannschaft des Ex-Weilheimer Trainers Chris Eisenhardt im Lindachstadion auf. Und die ist trotz des 3:1 am vergangenen Spieltag gegen den SC Geislingen selber noch nicht aller Sorgen ledig. Das sieht auch „Eise“ so: „Der Sieg war ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt. Aber der Abstiegskampf ist damit noch nicht zu Ende.“

Eisenhardt kehrt am Sonntag erstmals wieder in die Gegend zurück, die ihn als Spieler und Trainer geprägt hat - acht Jahre beim VfL Kirchheim, vier beim TSV Weilheim. Und obwohl es bei seinem Abschied im vergangenen Jahr ein paar Misstöne gab, drückt er den Ehemaligen die Daumen. Unabhängig vom kommenden Duell sagt er: „Es wäre schön für die Region, wenn Weilheim als Aushängeschild in der Liga bleiben würde.“

Echterdinger Geschenke sind jedoch nicht zu erwarten. Übereinstimmend mit seinem Kollegen erwartet der TSV-Trainer deshalb „ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten entscheiden können.“ Etwa ein abgefälschter Schuss. Eine nicht geahndete Abseitsstellung. Oder ein unabsichtliches Handspiel im Strafraum.

Auch der Blick zurück hat für den Ausgang dieser Partie keine Bedeutung. Eigentlich schade für den TSV Weilheim. Denn die Bilanz gegen den nächsten Gegner ist positiv: In 15 Duellen seit 2011 gab es acht Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen bei einem Torverhältnis von 25:15. Und das, obwohl der TV Echterdingen in der Ewigen Tabelle der Landesliga, Staffel 2, an erster Stelle steht. In 14 Jahren erkämpfte sich die Elf von den Fildern in 412 Spielen 683 Punkte, was einen Schnitt von 1,63 Punkten pro Spiel ergibt. Weilheim ist in dieser Statistik Siebter: Neun Jahre Landesliga, 260 Spiele, 406 Punkte, Schnitt 1,56.

Benny Geiger, der - wie berichtet - in jedem Fall in der nächsten Saison TSV-Trainer bleibt, kann mit diesen Zahlen allerdings wenig anfangen. „Das waren immer andere Mannschaften, andere Voraussetzungen“, sagt er. „Für mich ist die Aktualität entscheidend.“

Bei der Konstellation dieses Spieltags wäre ein weiterer Weilheimer Heimsieg Gold wert. Denn den Leidensgenossen im Abstiegskampf droht neuer Verdruss. Germania Bargau muss nach dem Schiffbruch in Waldstetten (1:9) gegen den Tabellenzweiten TSV Oberensingen ran. Blaustein dürfte bei Spitzenreiter TSG Hofherrnweiler-Unterrombach ebenfalls auf verlorenem Posten stehen. Der TSV Bad Boll ist derweil in Bayern beim TSV Buch zu Gast. Bei einem Sieg könnte der TSVW somit zumindest theoretisch zum Relegationsplatz aufschließen.

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/fussball/fussball-landesliga_artikel,-von-eise-sind-keine-geschenke-zu-erwarten-_arid,227721.html