Der TSV Weilheim und sein Trainer einigen sich unabhängig von der Ligenzugehörigkeit auf eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr.

Schlaflose Nächte sind Benjamin Geiger fremd - nicht nur, dass sein viermonatiges Töchterchen ihm und seiner Frau ausreichend Schlaf gönnt. Auch die Frage nach seiner sportlichen Zukunft muss den 39-Jährigen nicht wachhalten: Geiger bleibt über die Saison hinaus Trainer der Weilheimer Fußballer, nachdem er und der Verein sich vorzeitig auf eine Verlängerung des Vertrags um ein Jahr geeinigt haben - unabhängig davon, in welcher Liga die Limburgstädter kommende Saison spielen. Soll heißen: Geiger, vergangenen Sommer für den verschnupft abgetretenen Chris Eisenhardt engagiert, wird auch in der Bezirksliga die Kommandos an der Seitenlinie geben, sofern die Weilheimer aus der Landesliga absteigen sollten.

Benjamin Geiger wird auch in der kommenden Saison für den TSV Weilheim an der Seitenlinie stehen. Foto: Genio Sivliani
Benjamin Geiger wird auch in der kommenden Saison für den TSV Weilheim an der Seitenlinie stehen. Foto: Genio Sivliani

Die Initiative für die Vertragsverlängerung ging dabei vom Verein aus. „Wir sind auf ihn zugegangen, weil uns klar war, dass wir gerne mit ihm weitermachen wollten“, sagt Abteilungsleiter Paul Schrievers, der Geiger als Gewinn bezeichnet. „Er verhält sich sehr kooperativ auf und neben dem Platz, auch gegenüber den anderen Mannschaften.“

Schrievers muss es wissen, schließlich jagt der Weilheimer Fußballboss in der zweiten TSVW-Garde selbst dem Ball nach. „Wir erkennen einfach, dass er unsere gemeinsamen Ideen Woche für Woche engagiert umsetzt“, sagt Schrievers.

Geiger wiederum musste nicht lange überlegen, um grünes Licht für eine weitere Saison an der Lindach zu geben. „Mir hat sehr imponiert, wie der Verein während der schwierigen Vorrunde zu mir gehalten hat“, betont er, „ich habe immer den vollen Rückhalt gespürt.“ Für einen Trainer, dessen Team nach der Vorrunde mit nur einem Sieg Tabellenletzter war, beileibe keine Selbstverständlichkeit.

Kaderplanungen beginnen

Ob und in welchem Maße Geigers Bleiben Signalwirkung für die Mannschaft hat, ist vor den dieser Tage beginnenden Kaderplanungen offen. „Ich hoffe natürlich, dass der eine oder andere wegen mir bleibt“, sagt der alte und neue Trainer, dem jedoch auch bewusst ist, dass viele Spieler ihre Zukunft sehr wohl von der Ligenzugehörigkeit abhängig machen. „Das ist normal, aber einen so großen Umbruch wie vergangenes Jahr wird es sicher nicht geben“, sagt Geiger.

Rückblende: Nach dem Abgang von Chris Eisenhardt hatten 17 Spieler den TSVW im Sommer verlassen. Pikant: Am kommenden Sonntag schlägt der ehemalige Weilheimer Coach mit dem TV Echterdingen an alter Wirkungsstätte auf - Benjamin Geiger dürfte allerdings auch dieser Umstand keine schlaflosen Nächte bereiten.


Walter bleibt, Greco eventuell

Wer Co-Trainer unter Benjamin Geiger in der kommenden Saison wird, ist noch offen. Luca Greco hat sein Bleiben grundsätzlich zugesagt, könnte je nach Ligenzugehörigkeit aber auch anderweitige Aufgaben im TSVW übernehmen, etwa als Nachwuchscoach.

Fix verlängert haben die Weilheimer indes mit dem Übungsleiter der zweiten Mannschaft: Robert Walter wird den TSVW II auch kommende Saison trainieren - egal, ob die Mannschaft in die Kreisliga A aufsteigt oder nicht.

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/fussball/fussball-landesliga_artikel,-geiger-spielt-weiterhin-die-erste-geige-_arid,227674.html