Der Landesliga-Letzte TSV Weilheim gastiert in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause bei Mannschaften, die zu Hause noch ungeschlagen sind. Morgen geht‘s nach Oberensingen.

Zum Abschluss des Jahres stehen für den TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga noch zwei schwierige Auswärtsspiele auf dem Programm. Obwohl die kommenden Gegner (am Samstag bei der TSV Oberensingen, danach beim TSV Weilimdorf) beide zu Hause bisher noch kein Spiel verloren haben, will Weilheims Trainer Benjamin Geiger unbedingt punkten: „Wir müssen noch was holen, damit der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz nicht zu groß wird.“

Eile tut Not: Simon Kottmann und die TSVW-Kicker sind dringend auf Zählbares angewiesen. Foto: Genio Silviani
Eile tut Not: Simon Kottmann und die TSVW-Kicker sind dringend auf Zählbares angewiesen. Foto: Genio Silviani

Um im Abstiegskampf überhaupt noch eine Chance zu haben, packt der Weilheimer Trainer den Rechenschieber aus: Von den restlichen 16 Begegnungen müsste der TSVW jedes zweite Spiel gewinnen, um am Ende auf 30 Punkte zu kommen. Zudem darf kein lokaler Verein aus der Verbandsliga absteigen, da sich die Zahl der Absteiger in der Landesliga in dem Fall auf fünf erhöhen würde.

Dass die Weilheimer seit dem ersten Spieltag nicht mehr gewonnen haben, liegt größtenteils an der Unerfahrenheit der Mannschaft. Dabei war sie in fast allen Begegnungen ein gleichwertiger Gegner, der zu oft an der Chancenauswertung scheiterte und bis auf drei Spiele immer einem Rückstand hinterherlaufen musste. Auch vor diesem Hintergrund will Geiger vor der Winterpause Druck von der Mannschaft nehmen: „Wir brauchen jetzt nicht auf die Tabelle schauen. Meine Jungs sollen Spaß am Fußball haben.“

Dass es in Oberensingen nicht einfach ist, auch nur einen Zähler zu holen, steht zwar außer Frage. Dennoch ist Geiger überzeugt, für eine Überraschung sorgen zu können. „Für die Moral und den Seelenfrieden wäre ein Punktgewinn schon sehr viel wert“, weiß er.

Mit 24 Punkten steht die TSV Obersingen auf dem fünften Tabellenplatz, hat dabei nur vier Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten Nafi Stuttgart. „Wir wollten mit dem Abstieg nichts zu tun haben, und das ist uns bisher gut gelungen“, gibt sich TSVO-Trainer Andreas Broß bescheiden. Nach fünf Spielen ohne Niederlage musste sich der Aufsteiger am vergangenen Spieltag in Geislingen mit 1:2 geschlagen geben. „Das war keine gute Leistung. Jetzt müssen wir gegen Weilheim ein anderes Gesicht zeigen“, fordert Broß.

Mit Christoph Bauer (Oberschenkelzerrung), Elbasan Emerllahu (Zerrung) und den beiden Langzeitverletzten Marco Parrotta und Yannik Kögler muss Broß auf vier Spieler verzichten - Grund genug, den Tabellenletzten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: „Wir haben gelernt, keine Mannschaft zu unterschätzen. Es gibt keinen Grund, überheblich zu sein.“


Das letzte Duell gab‘s auf Kreisliga-Ebene

Die Begegnung am morgigen Samstag findet um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz beim Hölderlingymnasium in Nürtingen statt. Die Stadt Nürtingen hat das Rasenspielfeld in den Plätschwiesen gesperrt. „Im letzten Heimspiel waren die Platzverhältnisse schon grenzwertig“, erklärt Oberensingens Trainer Andreas Bross den Grund für den Spielortwechsel.

Vor über zwölf Jahren standen sich der TSV Weilheim und die TSV Oberensingen zum letzten Mal in einem Punktspiel gegenüber. Am 9. April 2006 kamen die Limburgstädter zu einem 2:1-Sieg in Oberensingen - beide spielten damals noch in der Kreisliga A.

Oberensingen ist inzwischen so etwas wie eine kleine Filiale ehemaliger Weilheimer Kicker: Mit Ferdi Er, Christoph Bauer, Michele Latte, Fatih Özkahraman und Marc Kevin Theimer spielen gleich fünf ehemalige Limburgstädter beim Lokalrivalen.

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/fussball/fussball-landesliga_artikel,-unter-zugzwang-auf-spass-geeicht-_arid,222973.html