Seit über sechs Wochen warten die Limburgstädter auf einen dreifachen Punktgewinn. Die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit lässt Trainer Benjamin Geiger für die künftigen Partien hoffen.

Es bleibt dabei: Der TSV Weilheim kann in der Fußball-Landesliga derzeit einfach kein Spiel gewinnen. Nach der 1:4 (0:3)-Heimniederlage gegen die TSGV Waldstetten warten die Limburgstädter schon seit sechs Wochen auf einen dreifachen Punktgewinn. Der Weilheimer Trainer Benjamin Geiger zeigte sich nach der Partie nicht nur wegen der Niederlage sichtlich verärgert: „Wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, kannst du kein Spiel gewinnen.“ Es fehlte einfach an allem, zu wenig Laufarbeit, keine Zweikampfstärke und dann auch noch die Schwäche bei Standards. „Ich dreh langsam durch, wenn wir diese Unachtsamkeit nicht abstellen können“, ärgerte sich der Weilheimer Übungsleiter. Von den bisher 21 Gegentoren kam fast die Hälfte nach Standard

Zu schwach auf der Brust: Die Spieler des TSV Weilheim zeigten gegen Waldstetten Schwächen in den Bereichen Laufarbeit und Zweikampfstärke. Spielentscheidend war aber auch die mangelnde Zuordnung bei Standards.Foto: Markus Brändli
Zu schwach auf der Brust: Die Spieler des TSV Weilheim zeigten gegen Waldstetten Schwächen in den Bereichen Laufarbeit und Zweikampfstärke. Spielentscheidend war aber auch die mangelnde Zuordnung bei Standards.Foto: Markus Brändli

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Dabei fing es für die Limburgstädter in der ersten Hälfte gar nicht schlecht an. Nach einem Flachschuss von Korcan Sari konnte der Waldstettener Keeper Bernd Stegmaier das Leder nur abklatschen. Den abprallenden Ball setzte Matteo-Pio Stefania aus 14 Metern allerdings weit übers Tor (10.). Es dauerte seine Zeit bis die favorisierten Gäste besser ins Spiel kamen. „In der Anfangsphase hat man meiner Mannschaft die Verunsicherung wegen der jüngsten 0:6-Heimniederlage deutlich angemerkt“, meinte der Waldstettener Trainer Mirko Doll.

Erst nach dem Führungstreffer wurde der Tabellendritte deutlich besser. Der Weitschuss zum 0:1 von Jannik Kurfess war abgefälscht und dadurch für den Weilheimer Torwart Jonas Schmidt unhaltbar (25.). Nur wenige Minuten später verpassten Hans-Jörg Sawatzki (32.) und Jannik Kurfess (33.), die Führung auszubauen. Der zweite Treffer ließ aber nicht mehr lange auf sich warten. Nach einem Eckball von Beytullah Cinar war Kevin Börngen zur Stelle und erzielte das 0:2 (34.). Es kam noch schlimmer. Erneut nach einem Eckball fühlte sich in der Weilheimer Hintermannschaft keiner zuständig für den aufgerückten Innenverteidiger Edgar Fischer, der keine Mühe hatte, mit einem Kopfball das 0:3 zu erzielen (39.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Weilheimer waren plötzlich tonangebend. In der 71. Minute gelang den Hausherren durch Can Kanarya der 1:3-Anschlusstreffer nach Vorarbeit von Biran Darboe. Allerdings setzten die Gäste durch den eingewechselten Marco Cappadona mit dem Treffer zum 1:4 (90. + 2) den finalen Schlusspunkt. Der Weilheimer Coach konnte der Begegnung doch noch Positives abgewinnen: „Wenn es uns gelingt, über 90 Minuten so wie in der zweiten Halbzeit zu spielen werden wir demnächst auch wieder ein Spiel gewinnen.“

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/fussball/fussball-landesliga_artikel,-schwere-zeiten-fuer-den-tsvw-_arid,220788.html