Spätestens nach dem Sonntagsmatch gegen den TSV Blaustein wird man beim TSV Weilheim wissen, wohin die Reise diese Saison führt.

Quo vadis, TSV Weilheim? Wohin führt der Weg des radikal verjüngten Teams in dieser Saison? Nach den ersten beiden Auftritten ist noch kein schlüssiger Trend zu erkennen. Das Heimspiel gegen den TSV Blaustein könnte zum ersten richtigen Fingerzeig werden, ob sich die „jungen Wilden“ auf Dauer ohne Probleme in der Fußball-Landesliga behaupten können. Oder ob, wie von manchem Fan befürchtet, ein extrem harter Existenzkampf bevorsteht.

Gemeinsam stark: Die Weilheimer wollen am Sonntag zu Hause gegen Blaustein mit mannschaftlicher Geschlossenheit punkten. Foto: Markus Brändli
Gemeinsam stark: Die Weilheimer wollen am Sonntag zu Hause gegen Blaustein mit mannschaftlicher Geschlossenheit punkten. Foto: Markus Brändli

Blaustein scheint der richtige Gradmesser dafür zu sein. „Das ist keine Übermannschaft“, hat Geislingens Trainer Jasko Suvalic nach dem 2:1 des SCG dort festgestellt. Der Sieg wäre wahrscheinlich höher ausgefallen, hätte der Aufsteiger nicht vorzeitig den Fuß vom Gaspedal genommen, sondern weiter Vollgas gegeben wie eine Woche zuvor beim 4:0 gegen den FV Sontheim.

Gegen denselben Gegner zog Weilheim zuletzt bekanntlich mit 0:2 den Kürzeren. „Wir waren in der zweiten Halbzeit optisch überlegen, haben aber zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht. Das müssen wir gegen Blaustein abstellen. Wir müssen uns in allen Bereichen steigern“, fordert Paul Schrievers. Positiv vermerkt der Abteilungsleiter, dass die Urlauber - bis auf Simon Kottmann - zurück sind und im Training „alle voll mitziehen“. In dieser Woche übrigens unter der Regie von Co-Trainer Luca Greco, denn der Chef hat sich eine Auszeit genommen. Lehrer Benjamin Geiger macht mit der Familie Kurzurlaub in Italien, bevor am 10. September die Schulferien zu Ende sind. Er ist aber rechtzeitig zum Spiel zurück. Dasselbe gilt für seinen Blausteiner Kollegen Rafael da Silva, der sich für zehn freie Tage in seiner Heimat Portugal im Training von seinem Assistenten Benjamin Reiser vertreten lässt.

Bevor es am Sonntag um 15 Uhr auf den Rasen geht, haben die Weilheimer eine andere angenehme(re) Aufgabe zu erfüllen - ab 13 Uhr stellen sie sich auf der Terrasse des Vereinslokals „Dolce Vita“ den Fans vor. Da sie es gegenseitig tun, ist manch lästerlich-witziger Spruch zu erwarten.

Weniger witzig fand der ehemalige TSV-Trainer Chris Eisenhardt, wie die 1:2-Niederlage seines TV Echterdingen in Ebersbach zustande kam. Der Ärger über Schiedsrichter Florian Guth vom TSV Riedlingen, der ein seiner Meinung nach einwandfreies Tor nicht anerkannte und seinen Spieler Oskar Douty unberechtigterweise vom Platz stellte, ist noch nicht verraucht. Den Zorn der Weilheimer Filiale mit Co-Trainer Daniel Heisig, den Spielern Tobias Heim und Sven Dobler sowie dem Ex-Kirchheimer David Hertel soll nun Schlusslicht Germania Bargau zu spüren bekommen.

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/fussball/fussball-landesliga_artikel,-der-erste-richtige-fingerzeig-_arid,219555.html