Die Limburgstädter kassieren in Sontheim die erste Saisonniederlage. Mit dem 0:2 sind die Geiger-Jungs sogar noch glimpflich davongekommen.

Nach dem optimalen Auftakt in die neue Fußball-Landesliga-Saison (4:2-Sieg gegen den TSV Weilimdorf) hat es für den TSV Weilheim am zweiten Spieltag bereits die erste Niederlage gegeben. Die Limburgstädter unterlagen beim Aufsteiger FV Sontheim mit 0:2.

Für den Weilheimer Trainer Benjamin Geiger war es eine verdiente Niederlage, obwohl seine Jungs in einer spannenden Schlussphase mit etwas Glück einen Punkt hätten mitnehmen können.

 

In der ersten halben Stunde waren die Weilheimer ein gleichwertiger Gegner, allerdings: Je länger die Partie dauerte, desto mehr erspielten sich die Gastgeber ein Übergewicht. Das musste der TSVW-Coach neidlos anerkennen: „Wir haben verdient verloren. Nach einer starken Anfangsphase haben wir den Faden verloren.“ Zudem gelang den Gastgebern gleich mit dem ersten gefährlichen Angriff der Führungstreffer. Nach einer maßgerechten Flanke von Timo Gauß auf Mannschaftskapitän Christoph Renner erzielte dieser per Kopf ins lange Eck das 1:0 - zu diesem Zeitpunkt eine etwas glückliche Führung (13.). Danach wurden die Gastgeber immer besser, waren in den Zweikämpfen überlegen und kamen durch schnelles Umschalten zu vielen Torchancen. In der 17. Minute scheiterte Daniel Gentner mit seinem Freistoß an der Querlatte und Philipp Schmid hatte kurze Zeit später nach sehenswertem Solo ebenfalls kein Glück. Sein gut getimter Flachschuss strich nur wenige Zentimeter am Weilheimer Tor vorbei (19.).

Die Weilheimer kamen in der ersten Hälfte nur einmal so richtig gefährlich vor das Sontheimer Tor, aber Matteo-Pia Stefania scheiterte aus kurzer Distanz an Sontheims Keeper, der das Leder noch um den Torpfosten lenken konnte (22.). Mit enormer Laufarbeit pressten die Sontheimer, verhinderten damit einen kontrollierten Spielaufbau der Gäste, erzielten frühe Ballgewinne und generierten daraus eine um die andere Tormöglichkeit. Daniel Gentner scheiterte ebenso knapp (34.) wie Philipp Schmid, der gleich dreimal in aussichtsreicher Position am besten Weilheimer, Torwart Jonas Schmidt, scheiterte (36., 39., 43.).

Der Sontheimer Abteilungsleiter Roland Benz war nach dem ersten Durchgang nicht ganz zufrieden: „Wir hätten viel deutlicher in Führung liegen müssen.“

Hallo-Wach im Pausentee

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wirkte die Elf von Trainer Geiger zunächst wie ausgewechselt. Sie setzten die Gastgeber gleich nach wenigen Spielminuten mächtig unter Druck und der Ausgleichstreffer lag förmlich in der Luft. So zielte der aufgerückte Marvin Heth nur etwas zu genau - sein Torschuss krachte gegen den Außenpfosten (50.). Allerdings war das gleichzeitig auch der Schlusspunkt des Strohfeuers, jetzt dominierten wieder die Hausherren. Nach einer knappen Stunde Spielzeit kamen die Hausherren gegen eine nun noch mehr aufgerückte Weilheimer Mannschaft zu guten Tormöglichkeiten. Erst scheiterte Christoph Renner zweimal äußerst knapp (58., 62.), dann lief Philipp Schmid nach einem mustergültigen Diagonalpass von Daniel Gentner alleine auf das Tor zu, doch auch ihm wollte die Vorentscheidung nicht gelingen. Er hatte anschließend sogar noch drei weitere Tormöglichkeiten (68., 72., 77.), doch so sehr sich Torgarant Schmid auch bemühte, ihm blieb ein Treffer verwehrt.

In der Schlussphase warf der TSV Weilheim noch einmal alles nach vorne. Die Sontheimer blieben jedoch ihrer Strategie treu, störten früh, sodass es kaum gefährlich wurde. Einzig ein Eckball sorgte noch einmal für eine brenzlige Situation, bei dem Biran Darboe knapp über das Tor köpfte (90.).

Stattdessen fiel in der Nachspielzeit das 2:0 für den Aufsteiger. Nach Vorlage von Timo Gauß auf Ruben Ertle zeigte sich der 18-Jährige abgeklärt und schob den Ball zur endgültigen Entscheidung ins Tor (90. + 4).

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/fussball/fussball-landesliga_artikel,-weilheimer-bekommen-erste-grenzen-aufgezeigt-_arid,219413.html