Für Weilheims Noch-Trainer Eisenhardt wird‘s etwas ungemütlich. Beim TSVW ist ein Neuanfang im Gange und beim zukünftigen Verein Echterdingen Abstiegsnot

Seine sportliche Zukunft ist mit den fixierten Wechseln zum TV Echterdingen geklärt. Trotzdem beschleicht den Noch-Weilheim-Trainer Christopher Eisenhardt und seinen künftigen „Co“, den bisherigen TSV-Spieler Daniel Heisig, ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Haben sie Pech, finden sie sich in der nächsten Saison eine Klasse tiefer in der Bezirksliga wieder.

Noch ruht der Ball, aber am Sonntag gegen Ebersbach wollen die Weilheimer wieder Gas geben. Foto: Markus Brändli
Noch ruht der Ball, aber am Sonntag gegen Ebersbach wollen die Weilheimer wieder Gas geben. Foto: Markus Brändli

Aus der Landesliga steigen drei Vereine ab. Nach aktuellem Tabellenstand wären das der FV 09 Nürtingen, die SG Bettringen und der TSV Köngen. Der Viertletzte geht in die Relegation, derzeit Germania Bargau. Nach der jüngsten Heimniederlage gegen Bad Boll hat Echterdingen nur noch einen Vorsprung von zwei Punkten auf den Relegationsplatz. Eisenhardt sagt, was er in dieser Situation sagen muss: „Das darf mich jetzt nicht belasten. Ich muss mich voll auf Weilheim konzentrieren.“

Neun Spieltage vor Schluss ist auch der TSVW nicht endgültig aus dem Schneider. Trotz der Überreizung glaubt Paul Schrievers, der bei den TSV-Fußballern nun das Sagen hat, an eine Siegchance in Ebersbach: „Wir haben genug Qualität, um dort drei Punkte zu holen. Für uns ist Platz drei noch ein lohnenswertes Ziel. In der Strut wartet ein Gegner, der sich im Aufwind befindet und nach drei Siegen wieder Blut geleckt hat.

Wie für Eisenhardt ist die Belastung für Benjamin Geiger ähnlich heftig. Spielvorbereitung hier, Kaderplanung dort, daneben Beruf und Familie. „Die Gespräche mit den Weilheimer Spielern laufen“, sagt Geiger, ohne ins Detail zu gehen. Mit dem TSV Bad Boll steht er vor einem richtungsweisenden Heimspiel gegen Bettringen: „Wir können mit einem Sieg einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen.“

Gibt es noch Rettung für den FV 09 Nürtingen und den TSV Köngen? Theoretisch ja - noch sind 27 Punkte zu vergeben. Allerdings müssten dazu schon zwei Wunder geschehen. Den Glauben daran hat Max Pradler, mit 14 Toren zweitbester Ligaschütze, nicht verloren: „Ich bin immer noch überzeugt, dass wir den Relegationsplatz erreichen können.“ In neun Tagen sind alle schlauer. Der mit Nachholpartien ergänzte Spielplan beschert den Grün-Weißen an der Fuchsgrube drei Heimspiele hintereinander: heute gegen Frickenhausen, kommenden Mittwoch gegen Heiningen, Sonntag danach gegen Nafi Stuttgart. Eine einmalige Chance, das drohende Verhängnis noch abzuwenden.

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/lokalnachrichten-lokalsport_artikel,-mulmige-gefuehle-machen-sich-breit-_arid,214561.html