Der TSV Weilheim tritt auf der Stelle. Im Heimspiel gegen den TSV Köngen reichte es nur zu einem 1:1. Ärgerlich: Das Gegentor fiel in der Nachspielzeit.

Am Ende der Begegnung war es aus Weilheimer Sicht zum Haareraufen. Es fehlten lediglich ein paar Sekunden zum dreifachen Punktgewinn. „Dieses Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an“, meinte Weilheims Trainer Christopher Eisenhardt ernüchtert. Doch Köngens Last-Minute-Punktgewinn war nicht unverdient. Bis zur letzten Spielminute versuchten die Gäste alles, die drohende Niederlage abzuwenden. Mit Erfolg. „Ich habe immer daran geglaubt, dass uns noch der Ausgleichstreffer gelingt“, sagte Köngens Trainer Mario Sinko. Für ihn war es die Erleichterung.

Mit viel Einsatzgeist: Köngen fährt dem TSV Weilheim in die Parade.Foto: Genio Silviani
Mit viel Einsatzgeist: Köngen fährt dem TSV Weilheim in die Parade.Foto: Genio Silviani

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Dass es für die Limburgstädter nicht zum erhofften Sieg gereicht hat, hatte eine simple Ursache: „Wir haben es nicht geschafft, ein zweites Tor nachzulegen.“ Die Chancen dazu waren da. Die beste Möglichkeit vergab der eingewechselte Felix Hummel. Nach einem Ballverlust der Köngener kurz hinter der Mittellinie lief der TSVW-Stürmer alleine auf das Tor zu, scheiterte aber an Torwart Dominik Eitel (89.). Danach zeigte der Schiedsrichter Fabio Gentile drei Minuten Nachspielzeit an, und die hatten es in sich. Zunächst sah der Weilheimer Can Kanarya wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (90.+1), wenige Augenblicke später kamen die Gäste mit der letzten Aktion durch den ebenfalls eingewechselten Sven Römer noch zum 1:1-Ausgleichstreffer (90.+3). Direkt danach pfiff der Unparteiische ab. Köngens Übungsleiter war überglücklich: „Wir haben nach dem Rückstand alles nach vorne geworfen und uns dafür belohnt.“

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten hätten die Limburgstädter kurz vor dem Seitenwechsel durchaus in Führung gehen können. Die besten Chancen dafür hatten Lennart Zaglauer – der aus acht Metern an Köngens Torwart Eitel scheiterte (37.) – und Marvin Heth, der um Zentimeter vorbeischoss (38.).

Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Weilheimer den Druck. Der Führungstreffer fiel durch einen verwandelten Foulelfmeter von Ferdi Er (80.), nachdem zuvor Georgios Natsis im Köngener Strafraum zu Fall gebracht wurde. Zuvor hätten aber auch die Gäste durchaus in Führung gehen können, doch den Kopfball von Kevin Kaiser konnte der Weilheimer Can Kanarya für seinen bereits geschlagenen Torwart von der Torlinie köpfen (76.).

Umgekehrt waren für den TSVW in der zweiten Halbzeit genug Möglichkeiten da, für die Vorentscheidung zu sorgen. Sie wollten siegen und wieder einmal zu null spielen. Beides gelang den Weilheimer Spielern an diesem verregneten Sonntagnachmittag nicht.