Der TSV Weilheim hat die erste Auflage des Supercups gewonnen. Der Teckbotenpokalsieger bezwang gestern Sennerpokalgewinner Oberensingen 3:0. 

Diskutablerer Termin hin, fehlendes Renommee her: Die für den Sieg des Duells der beiden Zeitungsturniere ausgelobten 600 Euro nahm Landesligist TSV Weilheim gestern gerne in Empfang. „Das ist schönes Bonbon für den Saisonstart“, sagte TSVW-Trainer Christopher Eisenhardt, dessen Team den Bezirksligaaufsteiger aus Oberensingen von Beginn an nach Belieben dominierte.

Daumen hoch vom Trainer: Weilheims Chris Eisenhardt (im Hintergrund mit Mütze) freute sich über das, was André Kriks (am Ball) und Co gestern in Holzmaden zeigten. Zumal es für das 3:0 gegen Oberensingen den „Teck-Senner-Cup“ und 600 Euro gab. Fotos: Ralf Just
Daumen hoch vom Trainer: Weilheims Chris Eisenhardt (im Hintergrund mit Mütze) freute sich über das, was André Kriks (am Ball) und Co gestern in Holzmaden zeigten. Zumal es für das 3:0 gegen Oberensingen den „Teck-Senner-Cup“ und 600 Euro gab. Fotos: Ralf Just

Dementsprechend entwickelte sich vor immerhin 400 Zaungästen im Holzmadener Brühl eine einseitige Partie, der infolge des Klassenunterschieds zwischen beiden Teams über weite Strecken die Spannung fehlte. Zu überlegen agierte der Landesligist von der Limburg, der die Oberensinger vor allem in den ersten 20 Minuten regelrecht an die Wand spielte. Kaum zufällig resultierten aus dem Dauerdruck des TSVW in dieser Phase die Treffer zur 2:0-Halbzeitführung durch Marvin Heth (3.) und André Kriks (11.), die sogar noch höher hätte ausfallen können. Timo Mader war in der fünften Minute jedoch alleine vor dem Tor stehend an TSVO-Keeper Fecher gescheitert.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Weilheimer sichtbar einen Gang zurück, was – anders als vor zwei Wochen im WFV-Pokal gegen Eislingen – ob der Oberensinger Harmlosigkeit jedoch keine negativen Folgen hatte. Im Gegenteil: Marvin Heth hatte neun Minuten nach der Pause die Chance zum 3:0, sein Schuss knallte allerdings nicht ins Tor, sondern an die Querlatte. „Wir haben nach der Pause ganz bewusst Tempo rausgenommen“, so TSVW-Coach Eisenhardt im Hinblick auf das erste Ligaspiel am Sonntag gegen die SG Bettringen.

Und der Gegner? Die mit etlichen höherklassig erfahrenen Spielern gespickte Oberensinger Truppe um den ehemaligen Ohmdener Trainer Peter Merkle kam tatsächlich nur ein einziges Mal gefährlich vor das Weilheimer Tor. Der eingewechselte Adrian Birgan verhalf TSVW-Keeper Ben Brenken in der 82. Minute zu ein bisschen Bewegung, als er den Weilheimer Neuzugang vom SV Bonlanden mit einem 16-Meterschuss zwang, den Ball um den Pfosten zu lenken. Für den Schlusspunkt des von allen Beteiligten bereits im Vorfeld als Trainingsspiel mit Wettbewerbscharakter bezeichneten Kicks sorgte Weilheims Routinier Ferdi Er mit dem Treffer zum 3:0-Endstand in der 90. Minute.

„Vielleicht war‘s ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit“, befand TSVO-Coach Merkle hinterher, „sonst wäre der eine oder andere meiner Spieler vielleicht schon vor dem Saisonstart abgehoben. So oder so war‘s ein lehrreiches Spiel für uns.“

Ob und wie lehrreich die erste Auflage des Teck-Senner-Supercups für die für Ausrichtung und Organisation verantwortliche Fußballabteilung des TSV Holzmaden ist, wird sich zeigen. „Ich war positiv überrascht, dass 400 Zuschauer gekommen sind“, freute sich Abteilungsleiter Marius Remmler. Ob es nächstes Jahr eine Neuauflage der Veranstaltung geben wird, ist jedoch noch offen.

Quelle: http://www.teckbote.de/nachrichten/sport_artikel,-Weilheim-holt-den-Supercup-_arid,97501.html