„Teck-Senner-Supercup“ heißt der neuste Wettbewerb im Veranstaltungskalender des Fußball-Bezirks. Morgen Abend steigt in Holzmaden die Premiere. 

Kaum ist das 54. Teckbotenpokal-Turnier Geschichte, da schlägt der TSV Holzmaden ein neues Fußballkapitel auf: Im ersten „Teck-Senner-Supercup“-Duell ist er am morgigen Donnerstag Gastgeber der beiden aktuellen Zeitungscup-Sieger TSV Weilheim und TSV Oberensingen. Das Duell des Teckbotenpokal-Siegers gegen den Nürtinger Sennerpokal-Gewinner ab 19 Uhr ist für beide Clubs die letzte Generalprobe vor dem Rundenauftakt am kommenden Sonntag. Da empfängt der Landesligist von der Lindach die SG Bettringen, die Bezirksliga-Truppe des Ex-Ohmdener Trainers Peter Merkle kickt gegen den TV Nellingen.

„Das wird ein interessantes Trainingsspiel mit Wettbewerbscharakter“, wertet Thomas Kärcher (TSV Holzmaden) die Supercup-Begegnung, deren Hauptsponsor nicht die beiden Verlagshäuser in Kirchheim und Nürtingen sind, sondern die AOK Neckar-Fils. Ausgelobt wurden 600 Euro Preisgeld für den Sieger und die Hälfte für den Verlierer. Weil es ein lokalhistorisch besonderes Spiel ist – das erste organisierte Aufeinandertreffen amtierender Zeitungscup-Sieger – hofft Kärcher auf „wenigstens 500 Zuschauer“. Die erwartet zwar eine nicht so großflächig ausgelegte Bewirtung wie beim Teckbotenpokal, aber eine mit Bierpavillon und Weinlaube. „Ein Teil unseres Wirtschaftsbereichs vom Teckbotenpokal bleibt für den Supercup erhalten und wird später abgebaut“, sagt TSV-Abteilungsleiter Marius Remmler, der mit rund einem Dutzend Helfern morgen Abend nochmals für ein fußballerisches Gute-Laune-Event sorgen will – das letzte in diesem Sommer.

Sportlich nutzen beide Trainer die Partie zum Experimentieren. „Unwahrscheinlich, dass ich mit der stärksten Mannschaft beginnen werde“, sagt TSVW-Trainer Chris Eisenhardt, dem der Titel nicht so viel bedeutet: „Viel wichtiger ist ein guter Landesliga-Start.“ Eisenhardt („Für uns kommt diese Partie nach dem vielen Spielestress zuletzt zum falschen Zeitpunkt“) scheut das Verletzungsrisiko. Zuletzt erwischte es Torhüter Philipp Uttikal am Knie, sodass Neuzugang Ben Brenken (28) von Verbandsliga-Absteiger SV Böblingen zur Nummer eins im Kasten wird.

Auch Oberensingens Trainer Peter Merkle wird (notgedrungen) auf einige wichtige Spieler verzichten, da­runter der vom TSV Weilheim verpflichtete Offensivspieler Michele Latte (Italien-Urlaub), Torjäger Yannik Kögler (Angina/eventuell Kurzeinsatz) und der vom SV Göppingen verpflichtete Defensivspieler Philip Kühnert. „Mir fehlen sechs bis sieben Mann“, sagt Merkle, der – mit Blick auf den Bezirksliga-Start drei Tage später – nicht auf Teufel komm raus um den ersten Super-Cup-Titel kämpfen lassen wird. „Für mich ist das ein gutes Testspiel“, sagt er.

Genau wie Eisenhardt findet Merkle den neu kreierten Wettbewerb zwar attraktiv, den Spieltermin aber „diskutabel“. Auf den Holzmaden-Trip freut er sich trotzdem. Als Ohmdener Ex-Trainer wird er morgen eine Menge alter Weggefährten treffen. Mal sehen, vielleicht reicht‘s nach Spielschluss ja zu einem Pläuschchen.

Quelle: http://www.teckbote.de/nachrichten/sport_artikel,-Premiere-im-Bruehl-_arid,97430.html


Rund um den Supercup

Trainer-Referenzen Oberensingens Coach Peter Merkle hat als früherer Spielertrainer der SF Dettingen den Teckbotenpokal 2008 gewonnen und als Trainer mit seiner aktuellen Mannschaft nun auch den Sennerpokal (per 2:0-Finalsieg über den TSV Wendlingen). Sein Weilheimer Kollege Chris Eisenhardt (Foto: Andreas Krisch) kann in dieser Spezialstatistik sogar mit einem „Triple“-Triumph glänzen: 2012 gewann er den Sennerpokal als Spieler des FC Frickenhausen, 2014 den Teckbotencup als Spieler des TSV Weilheim, und vor vier Tagen reihte er sich nun auch in die Garde der Trainer-Champions beim Teckbotenpokal ein. Fragt sich jetzt nur noch, wer von beiden beim Supercup mit 1:0 in Führung geht.

Spielmodus Die Spieldauer beträgt regulär zweimal 45 Minuten. Sollte bis zum Abpfiff kein Sieger feststehen, entscheidet ein Elfmeterschießen direkt im Anschluss (keine Verlängerung). Der Gewinner erhält 600 Euro, der Verlierer darf sich mit 300 Euro für die Mannschaftskasse trösten.

Geselligkeit Wer will, kann den Kick im Brühl auch mit (s)einer gemütlichen Hocketse inklusive Viertele, Pils oder Sprudel verbinden: Der Schankbetrieb auf dem Gelände öffnet um 18 Uhr und ist mit dem Schluusspfiff noch nicht beendet.

Eintrittspreise Ein Spielticket kostet 3 Euro. Rentner, Schüler, Studierende und Auszubildende zahlen einen Euro weniger, für Frauen ist der Eintritt wie beim Teckbotenpokal frei.

Fortsetzung folgt? Ablauf, Ausgestaltung und Organisation des 1. Teck-Senner-Supercups liegt im Zuständigkeitsbereich des TSV Holzmaden, der offiziell Veranstalter ist. Ob der Supercup allerdings zur Dauereinrichtung wird, ist völlig offen. „Wir wollten einen Luftballon steigen lassen und werden sehen, was passiert“, sagt Thomas Kärcher vom TSV Holzmaden.