Die Konkurrenz ist überzeugt von der Landesliga-Tauglichkeit des TSV Weilheim, der morgen nach Bonlanden muss.

Luca Greco ist ein Statistik-Freak. Der Co-Trainer des TSV Weilheim, der in dieser Woche den frischgebackenen Vater Benjamin Geiger als Chefcoach vertrat, weiß: „In den letzten zehn Jahren hat eine Mannschaft immer mindestens 30 Punkte gebraucht, um in der Liga zu bleiben.“ Höchste Zeit für die Limburgstädter, ihr bescheidenes Sechs-Punkte-Konto aufzustocken. Am besten schon morgen, 14.30 Uhr, beim Landesliga-Aufsteiger SV Bonlanden.

Vollgas voraus: Simon Kottmann und die TSVW-Kicker wollen endlich wieder gewinnen. Foto: Genio Silviani
Vollgas voraus: Simon Kottmann und die TSVW-Kicker wollen endlich wieder gewinnen. Foto: Genio Silviani

Der TSV Weilheim ziert erstmals in seiner achtjährigen Landesligazugehörigkeit das Tabellenende, hat den Glauben an den Klassenerhalt aber noch lange nicht verloren.

Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt - bloß umgekehrt: Keine 24 Stunden, nachdem die Landesligakicker des TSV Weilheim infolge des 0:3 gegen Hofherrnweiler auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht waren, konnte ein Roter trotzdem über beide Backen strahlen: Trainer Benjamin Geiger ist am Montag Vater einer Tochter geworden. Mutter und Kind sind wohlauf, der Herr Papa im siebten Himmel.

Redebedarf: Trainer Benjamin Geiger (re.), hier mit Cagatay Ayyildiz, muss seinen Spielern Selbstvertrauen einimpfen. Foto: Genio Silviani
Redebedarf: Trainer Benjamin Geiger (re.), hier mit Cagatay Ayyildiz, muss seinen Spielern Selbstvertrauen einimpfen. Foto: Genio Silviani

Der TSV hält beim 0:3 gegen den Tabellenführer aus Hofherrnweiler eine Halbzeit lang gut mit, versäumt es aber, aus Chancen Tore zu machen. Wie es geht, zeigen die hocheffizienten Gäste.

Es war die erwartete Niederlage für den TSV Weilheim. Dennoch konnten die Jungs von Trainer Benjamin Geiger nach dem 0:3 (0:1) gegen Landesliga-Tabellenführer TSG Hofherrnweiler-Unterrombach das Spielfeld erhobenen Hauptes verlassen. „Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Sie haben ein richtig gutes Spiel gemacht“, zollte der Weilheimer Übungsleiter seiner Mannschaft Respekt. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Limburgstädter ein gleichwertiger Gegner und hätten mit etwas mehr Glück im Abschluss sogar mit einer Führung in die Halbzeitpause gehen können. „Wir haben 15 Minuten vor dem Seitenwechsel das Spiel aus der Hand gegeben und konnten froh sein, nicht den Ausgleich kassiert zu haben“, meinte Gäste-Trainer Benjamin Bilger.

Lange Zeit auf Augenhöhe: Weilheims Robert Kljajic (rechts) im Zweikampf mit Daniel Rembold.Foto: Genio Silviani
Lange Zeit auf Augenhöhe: Weilheims Robert Kljajic (rechts) im Zweikampf mit Daniel Rembold.Foto: Genio Silviani

Weilheims Trainer Benjamin Geiger wird Papa. In der Mannschaft ist er das schon.

Trotz der schwarzen Serie von zehn Spielen ohne Sieg - es gibt noch freudige Ereignisse beim TSV Weilheim. Vor dem schweren Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer TSG Hofherrnweiler-Unterrombach am Sonntag um 14.30 Uhr wartet Trainer Benjamin Geiger stündlich darauf, Vater zu werden. Sein Co-Trainer Luca Greco war vier Wochen früher dran.

Abgesehen davon wird beim TSV das Thema Nachwuchs ohnehin großgeschrieben. Bei der unglücklichen 3:4-Niederlage in Buch standen nicht weniger als zehn Junioren auf dem Platz, die 20 Jahre oder jünger waren. Eine Rasselbande ohne Beispiel in der Landesliga. Die totale Verjüngungskur des Kaders war so nicht geplant, aber aufgrund von 17 Abgängen unvermeidlich

Abstiegsnöte beim TSV Weilheim. Mit dem TSV Buch wartet ein erfolgsverwöhnter Gegner.

Die Lage ist ernst für die Fußballer des TSV Weilheim. So ernst wie noch nie seit dem Aufstieg in die Landesliga 2010. Vor dem schweren Gang zum TSV Buch sitzt den „Roten“ das Abstiegsgespenst fest im Nacken. Und die Statistik macht ihnen wenig Hoffnung. In den letzten acht Jahren mussten drei Viertel aller Mannschaften, die nach dem zehnten Spieltag auf einem Abstiegsplatz standen, am Ende ins Gras beißen.

Der abstiegsbedrohte TSV Weilheim gerät vor der Winterpause immer mehr unter Zugzwang.

Die Landesligakicker des TSV Weilheim kommen nicht vom Fleck. Statt der im Vorfeld der beiden jüngsten Partien gegen die Kellerkonkurrenten aus Bargau und Neu-Ulm anvisierten vier Zähler, gab es bekanntlich nur einen - zu wenig, um den ersehnten Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg zu landen. „Wir stecken in einem Teufelskreis“, stöhnt Trainer Benjamin Geiger, „das nötige Selbstvertrauen für unsere Situation bekommt man eben nur durch Erfolgserlebnisse.“

Hart gelandet: Die Rot-Weißen aus Weilheim hinken den Erwartungen immer noch hinterher. Foto: Markus Brändli
Hart gelandet: Die Rot-Weißen aus Weilheim hinken den Erwartungen immer noch hinterher. Foto: Markus Brändli

Der TSV Weilheim geht nach der 1:2-Heimniederlage gegen den TSV Neu-Ulm schweren Zeiten entgegen. Dabei war die Geiger-Elf eine Stunde lang die klar bessere Mannschaft.

Eine ganz bittere Heimniederlage für den TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga: Eine Stunde lang war die Mannschaft von Trainer Benjamin Geiger gegen den TSV Neu-Ulm das bessere Team und führte verdient mit 1:0. Am Ende unterlagen die Weilheimer mit 1:2 (1:0). Neu-Ulms Trainer Ünal Demirkiran: „Das war unsere schlechteste erste Halbzeit in dieser Saison.“

Der TSV Weilheim hat ähnliche Probleme wie der sonntägliche Gegner TSV Neu-Ulm.

Die Ertragslage ist schlecht - in Neu-Ulm wie in Weilheim. Nur sechs Punkte aus jeweils neun absolvierten Landesliga-Spielen lassen den Rückschluss zu, dass sich die TSV-Kicker aus Bayern und der Limburgstadt mit einem Problem herumschlagen müssen. Am Sonntag ab 15 Uhr duellieren sich im Lindachstadion deshalb nicht nur zwei Teams mit ähnlicher Ausgangslage, sondern Mannschaften mit großer Sehnsucht nach dem Befreiungsschlag.

Bloß nicht unterkriegen lassen: Manuel Lisac (links) und die Weilheimer sind gegen Neu-Ulm auf Punkte angewiesen. Foto: Markus Brändli
Bloß nicht unterkriegen lassen: Manuel Lisac (links) und die Weilheimer sind gegen Neu-Ulm auf Punkte angewiesen. Foto: Markus Brändli

Der TSV Weilheim verpasst beim Tabellenletzten in Bargau den aufgrund einer Vielzahl an Torchancen möglichen Sieg und wartet damit seit acht Partien auf ein Erfolgserlebnis.

Fußball-Landesligist TSV Weilheim hat sich im Kellerduell beim Tabellenletzten FC Germania Bargau mit einem 0:0 zufrieden geben müssen. Damit wartet der TSV seit acht Spielen auf einen Sieg. „Aufgrund der vielen Tormöglichkeiten war der eine Punkt zu wenig“, sagte ein enttäuschter Weilheimer Trainer Benjamin Geiger.

Der Weilheimer Landesligatrainer Benjamin Geiger gibt sich trotz der prekären Tabellensituation optimistisch in Sachen Klassenerhalt.

Benjamin Geiger stehen einschneidende Zeiten bevor - sowohl sportlich als auch privat. In rund vier Wochen wird seine Frau Domenica das erste gemeinsame Kind zur Welt bringen - aller Voraussicht nach im Sternzeichen Skorpion, dem unter anderem große Entschlossenheit nachgesagt wird. Vererben dürfte dem neuen Erdenbürger dies der Papa, der in seiner Funktion als Trainer der Weilheimer Landesligakicker trotz der sportlichen Talfahrt einen beharrlich-zielstrebigen Eindruck macht: „Wir sind auf einem ordentlichen Weg“, sagt er, „ich glaube an meine Mannschaft.“

Die steht zwar als Tabellendrittletzter nach acht Spieltagen so schlecht wie noch kein TSVW-Team zuvor zu diesem Zeitpunkt in der neunjährigen Weilheimer Landesligageschichte da. Doch will Geiger im bisherigen Saisonverlauf bei seinem Team genügend Potenzial erkannt haben, um am Ende die Klasse halten zu können. „Wir haben es nur leider zu selten geschafft, unser Leistungsvermögen über die gesamten 90 Minuten abrufen zu können“, sagt er.

Benjamin Geiger peilt in den nächsten beiden Spielen gegen die Kellerkonkurrenten aus Bargau und Neu-Ulm mindestens vier Punkte an. Foto: Markus Brändli
Benjamin Geiger peilt in den nächsten beiden Spielen gegen die Kellerkonkurrenten aus Bargau und Neu-Ulm mindestens vier Punkte an. Foto: Markus Brändli

Mit der Partie am Samstag in Bargau beginnt für den TSVW die Mission „Punktesammeln“.

Der VfB Stuttgart und der TSV Weilheim sind Brüder im Leid. Beide haben erst fünf Pluspunkte auf dem Konto, beide stehen auf einem Abstiegsplatz. Doch in der Trainerfrage gehen sie getrennte Wege. Während Bundesliga-Schlusslicht VfB den Übungsleiter bekanntlich gewechselt hat, sitzt beim Landesliga-14. Benjamin Geiger vor dem Gastspiel morgen bei Germania Bargau fest im Sattel.

Zusammenhalt ist gefragt, wollen die Weilheimer in den kommenden Partien punkten. Foto: Markus Brändli
Zusammenhalt ist gefragt, wollen die Weilheimer in den kommenden Partien punkten. Foto: Markus Brändli

Der TSVW zieht sich bei Spitzenreiter SC Geislingen zwar achtbar aus der Affäre, steht nach der 0:3 (0:2)-Niederlage aber zum wiederholten Male mit leeren Händen da.

Es ist fast schon jedes Wochenende dasselbe. Der TSV Weilheim zieht sich in der Fußball-Landesliga recht achtbar aus der Affäre, steht aber am Ende mit leeren Händen da. Auch bei Spitzeneiter SC Geislingen gab es für die Limburgstädter eine 0:3-(0:2)-Niederlage. Dabei war die Elf von Trainer Benjamin Geiger in der ersten Halbzeit das bessere Team, was selbst Geislingens Trainer Jasim Suvalic neidlos anerkennen musste: „Die Weilheimer hätten zur Halbzeit in Führung liegen können.“