13 - 12 - 11 - 11 - 9 - 5: Die Tabellenplätze in den vergangenen sechs Wochen unterstreichen den Aufwärtstrend des TSV Weilheim. Nach sieben Spielen ohne Niederlage steht die Geiger-Elf auch nach Toren erstmals im Plus. „Eine logische Entwicklung“, meint Abteilungsleiter Paul Schrievers. „Die Trainer geben sich Mühe, die Jungs geben Gas, alle machen ruhig weiter.“ Ausnahme: Marvin Heth, der nach seinem Platzverweis in Neuhausen eine zweiwöchige Zwangspause einlegen muss. Den Abstand nach hinten weiter zu vergrößern ist das Ziel des TSVW. „In der Rückrunde wollen wir dann schauen, ob nach oben noch was geht. Aber wir machen uns deshalb keinen Druck.“

Während unterm Reußenstein sechs Treffer fielen, ließen es die Kicker des TSV Weilheim unspektakulärer, aber sehr erfolgreich krachen. Gegen Aufsteiger SPV 05 Nürtingen gelang ein 1:0-Sieg. Damit blieben die Weilheimer im sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage. Die erste Halbzeit gestalteten beide Teams ausgeglichen, wenn auch mit nur wenig Strafraumszenen.

Kurioses liefert der Fußball immer mal wieder. Dass Bezirksligist TSV Weilheim in der vergangenen Woche mit der Nullnummer den VfL Kirchheim von der Tabellenspitze stürzte, bedeutet nur Teil eins der Story. Das zweite Kapitel schrieben die Weilheimer gestern per 3:2-Überraschung in Deizisau. Dieser zweite Sturz eines Spitzenreiters binnen sieben Tagen führte dazu, dass nun ausgerechnet der VfL Kirchheim wieder oben steht.

Der TSV Weilheim und der VfL Kirchheim trennen sich im Derby mit einem torlosen Remis. Der TV Neidlingen baut mit einem 2:1 gegen Donzdorf seine Serie aus.

Ein blauer Schlüssel ist das Wappensymbol der alten Zähringer-Stadt Weilheim. Aber einen Schlüssel zum Tor fanden weder die einheimischen TSV-Kicker noch die „Blauen“ vom VfL Kirchheim. Im mit Spannung erwarteten Bezirksliga-Derby trennten sich der Landesliga-Absteiger und der bisherige Tabellenführer unspektakulär torlos unentschieden.

Viel Kampf, keine Tore: Im Weilheimer Lindachstadion fehlte nach dem Derby das Wichtigste in einem Fußballspiel.Fotos: Genio Silviani
Viel Kampf, keine Tore: Im Weilheimer Lindachstadion fehlte nach dem Derby das Wichtigste in einem Fußballspiel.Fotos: Genio Silviani

TSV Weilheim - VfL Kirchheim -> IRISTA Galerie

Das Prestigeduell zwischen dem TSV Weilheim und Tabellenführer VfL Kirchheim steht am Sonntag im Mittelpunkt des Interesses.

Landesliga-Absteiger TSV Weilheim gegen Bezirksliga-Spitzenreiter VfL Kirchheim - am Sonntag ab 15 Uhr das Prestigeduell der Teckregion schlechthin. Aber ein Derby erstaunlicherweise ohne Tradition. Denn bisher standen sich Rot und Blau erst zwei Mal in derselben Liga im Kampf um die Punkte gegenüber. Das war in der Landesligasaison 2013/14. Damals gewannen beide ihr Heimspiel mit 1:0 beziehungsweise 3:1. Am Ende belegte Weilheim unter Trainer Alex Hübbe mit 56 Punkten den dritten Tabellenplatz. Der VfL stürzte mit nur 25 Zählern als Vorletzter in die Bezirksliga ab, ein Jahr später gar in die Kreisliga.

Michel Forzano (links) oder Benny Geiger: Welcher Trainer hat mit seinem Team am Sonntag die Nase vorn?Fotos: Markus Brändli
Michel Forzano (links) oder Benny Geiger: Welcher Trainer hat mit seinem Team am Sonntag die Nase vorn?Fotos: Markus Brändli

Nach gutem Start unserer Elf hatte man einmal Glück, denn der 1.FC Rechberghausen konnte beim Stand von 0:0 eine gute Chance nicht verwandeln.

Das Match in Rechberghausen schien für den TSV Weilheim das wohl bislang wichtigste Spiel in dieser Runde.

Die Auswärtspartie beim Tabellenletzten FC Rechberghausen sollte zur Absetzbewegung aus dem tiefsten Ligakeller führen.
Und die Limburgstädter ließen mit einem deutlichen 6:0 Taten folgen. Weilheims Trainer Benjamin Geiger fühlte sich bestätigt. Seit unter anderem Toni Carfagna nach längerer Verletzungspause wieder mitmischt, ist die Weilheimer Offensive deutlich gefährlicher, und die eigene Defensive hat somit auch weniger Kniffliges zu erledigen.

TSVW entscheidet ereignisloses Derby für sich. Beim VfL platzt indes der Knoten: Die „Blauen“ deklassieren Spitzenreiter Eislingen mit 7:0.

Wenig Raum zur Entfaltung

Dass das Lindach-Derby zwischen dem TV Neidlingen und dem TSV Weilheim hingegen mit elf gegen elf zu Ende ging, erstaunte nicht nur TSVW-Fußballchef Paul Schrievers. Denn speziell in der zweiten Halbzeit häuften sich die gelben Karten: Sechs für die Platzherren, vier für die Gäste. Dabei war die Partie nicht übertrieben hart, aber der Schiri hatte ein ausgesprochen lockeres Händchen. Ansonsten zog Schrievers ein positives Fazit vom Spiel seiner Jungs: „Der zweite Sieg, zum ersten Mal ohne Gegentor und der erste Schritt in Richtung Mittelfeld.“ Trainer Benny Geiger hob die konzentrierte Abwehrleistung hervor: „Es war ein Abnützungskampf. Wir haben gut dagegen gehalten und nichts zugelassen.“ Die Fortsetzung soll nun am Sonntag gegen Donzdorf folgen.

Einen Schritt voraus: Die Weilheimer um Marc Djorovic (vorne) behalten beim Derby in Neidlingen die Oberhand und gewinnen knapp mit 1:0. Foto: Markus Brändli
Einen Schritt voraus: Die Weilheimer um Marc Djorovic (vorne) behalten beim Derby in Neidlingen die Oberhand und gewinnen knapp mit 1:0. Foto: Markus Brändli

Während die Weilheimer kriseln, haben der VfL, die SGEH und der TVN ihre Form wiedergefunden.

Der TSV Weilheim bleibt das Sorgenkind unter den Fußball-Bezirksligisten im Dunstkreis der Teck. Während sowohl die SGEH (3:1 gegen den TSV Deizisau) als auch der VfL Kirchheim (1:0 beim TSV Neckartailfingen) und der TV Neidlingen (4:2 beim FV Faurndau) einen erfolgreichen Sonntag vermelden konnten, ziehen unterhalb der Limburg zusehends dunklere Wolken auf.

Donnerstag, der 19.09.19

FV Vorwärts Faurndau – TSV Weilheim. Ergebnis 3:2

Nach einem perfekten Start unserer Ersten konnte man nach nicht mal einer Spielminute schon mit 1:0 durch Deniz Emini in Führung gehen. Nach dem Führungstreffer konnte aber die Mannschaft von Benjamin Geiger und Filippo Medicina nicht an diesen perfekten Start anknüpfen. Die Mannschaft hat leider zu wenige Zweikämpfe geführt und stand oft zu weit weg vom Gegenspieler. Deshalb musste man mit einem verdienten 2:1 Rückstand in die Halbzeitpause gehen.

Die bislang größte Enttäuschung der Saison ist der TSV Weilheim. Mit nur drei Zählern stehen die Limburgstädter auf dem drittletzten Tabellenplatz - dem Landesligaabsteiger droht der Absturz in die Kreisliga A. „Wir müssen endlich punkten, um aus dem Tabellenkeller zu kommen“, fordert Trainer Benjamin Geiger.

Vierte Pleite im fünften Spiel: Bezirksligist TSV Weilheim verliert bei Aufsteiger FV Faurndau mit 2:3.

Den Saisonstart in der Fußball-Bezirksliga hatten sich die Verantwortlichen beim TSV Weilheim sicherlich ganz anders vorgestellt. Nach fünf Spieltagen stehen die Limburgstädter mit nur drei Zählern auf dem drittletzten Tabellenplatz. Umso schmerzhafter war die 2:3-Niederlage am Donnerstagabend beim FV Vorwärts Faurndau. „Jetzt sind wir vorerst hinten drin und laufen den verpassten Punkten hinterher“, ärgerte sich der Weilheimer Trainer Benjamin Geiger.