Das gab‘s noch nie in der Teckbotenpokal-Historie: ein Vereinsduell im Finale. Die erste Mannschaft des TSV Weilheim besiegte die zweite mit 2:0 (1:0).

Nach dem 16. Sieg einer Weilheimer Mannschaft in diesem traditionellen Wettbewerb tanzte die in rot gekleidete Landesliga-Truppe im Kreis und skandierte „Tecki-Sieger, Tecki-Sieger“. Das war noch der emotionalste Moment auf dem Platz, um den es 60 Minuten zuvor ungewohnt ruhig geblieben war. Die für viele unattraktive Paarung war ein Stimmungskiller und kostete womöglich außerdem ein paar hundert Besucher. „Für die Zuschauer war das nichts Besonderes“, musste selbst Weilheims Spielleiter Günther Friess zugeben.

Rot-weißes Feierbild: Der TSV Weilheim I und II lieferten den knapp 1000 Zuschauern zwar kein hochklassiges Finale, dafür aber eines mit Seltenheitswert.
Rot-weißes Feierbild: Der TSV Weilheim I und II lieferten den knapp 1000 Zuschauern zwar kein hochklassiges Finale, dafür aber eines mit Seltenheitswert.

Das gab‘s noch nie in der Teckbotenpokal-Historie: ein Vereinsduell im Finale. Die erste Mannschaft des TSV Weilheim besiegte die zweite mit 2:0 (1:0). 

Die junge Truppe mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren, die in die Kreisliga A aufgestiegen ist, landete im Verlauf des Turniers fünf Siege, unterlag nur während der Gruppenphase dem TSV Jesingen 1:4. Deshalb gab‘s trotz der Endspiel-Niederlage ein Lob von Trainer Martin Geister: „Jungs, die Woche mit euch hat Spaß gemacht. Ihr habt gut gespielt. So wollen wir in die Saison starten. Nur vielleicht etwas mutiger als heute.“

Weilheim I – der logische Gewinner der 1 000 Euro Prämie und des überdimensionalen Wanderpokals. Coach Chris Eisenhardt war mit den Auftritten seiner Mannschaft nach sechs Siegen und einem Unentschieden zufrieden. Sein Kommentar zum Finale, in dem er einiges ausprobierte (Dreier- und Viererkette, eine und zwei Sturmspitzen): „Wir haben das Spiel voll kontrolliert. Aber an der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten.“ Für die Startformation zum Saisonauftakt kommenden Sonntag zu Hause gegen Aufsteiger SG Bettringen habe er nun „die Qual der Wahl“.

Die erste Torgelegenheit vermasselte Felix Hummel bereits nach drei Minuten, als er aus der Drehung am Pfosten vorbeischoss. Doch der Stürmer mit der Nummer 11 ließ sich nicht lumpen, knallte in der 14. Minute eine Vorlage von André Kriks aus acht Metern zum 1:0 unters Tordach. Bis zur Pause plätscherte die Partie ohne weitere Höhepunkte dahin. Man tat sich nicht weh – in der ganzen Stunde musste Riccardo Migliozzi, 23. Mann ebenfalls aus Weilheim, keine einzige Gelbe Karte zücken.

Nach Wiederanpfiff das große Wechselspiel. Eisenhardt brachte fünf Neue von der Bank, Martin Geister vier. Einer der Joker entschied das Spiel endgültig: Thomas Heim ließ Raphael Maskow im Kasten des TSVW II mit seinem Flachschuss aus spitzem Winkel keine Abwehrmöglichkeit. Die einzige Chance auf einen Ehrentreffer vergab Darius Richter überhastet (45.). Fazit von Günther Friess: „Die jungen Spieler aus der Zweiten sind gegen unsere Routiniers an ihre Grenzen gestoßen.“