Der Tabellenzweite TSV Weilheim erwartet am Sonntag im Nachbarschaftsduell den angeschlagenen TSV Bad Boll.

Neue Saison, altes Bild: Der TSV Weilheim tummelt sich in der Landesliga-Komfortzone. Am Sonntag steht für den Tabellenzweiten im Lindachstadion das Nachbarschaftstreffen mit dem TSV Bad Boll an. Dass es eines der gemütliches Sorte wird, ist anzuzweifeln. Die Gäste haben nämlich ein wachsendes Problem. Nach ordentlichem Start in die Runde gab es zuletzt dreimal Prügel - die Kur­ortkicker haben Nachholbedarf in Sachen Punktesammeln.

Nicht nur deshalb ist Weilheims Trainer Christopher Eisenhardt vorsichtig. Kummer bereitet dem einstigen Abwehrspieler nicht nur das Defensivspiel („noch verbesserungswürdig“), sondern auch die personellen Gegebenheiten. In die Verletztenliste eingereiht haben sich Nachwuchskeeper Jonas Schmidt (Schulter, voraussichtliche Zwangspause bis Mitte November) und Tobias Heim (Halswirbelproblematik), bei dem zumindest Aussicht auf eine zeitnahe Genesung besteht.

In der Torwartfrage rückt unterdessen eine Entscheidung näher. Nach Youngster Schmidt und Phi­lipp Uttikal stand zuletzt Ben Brenken im Kasten. „Wir werden zeitnah eine Entscheidung über die Nummer eins treffen“, kündigt Christopher Eisenhardt an, der gegen Bad Boll ein „typisches Derbyspiel“ erwartet.

Die Bad Boller waren zum Anfang der Runde vom Herzenswunsch beseelt, möglichst weit weg von der Abstiegszone zu bleiben. Die drei Niederlagen am Stück haben die Optimisten ausgebremst. Null Punkte, 3:11 Tore - die Bilanz der vergangenen drei Partien ist bedenklich. War das Arbeitspensum beim 1:3 gegen den Titelanwärter FC Heiningen noch lobenswert, stellte sich die Angelegenheit bei der 2:6-Klatsche in Buch und dem 0:2-Heimflop gegen den FV 09 Nürtingen diskussionswürdiger dar. Trainer Benjamin Geiger will den Abwärtstrend in Weilheim stoppen.

An der Tabellenspitze duellieren sich mit dem FC Heiningen und der TSG Hofherrnweiler der Tabellendritte- und vierte. Bei den Heiningern wird der zuletzt aus privaten Gründen pausierende Spielorganisator Benjamin Kern zurückerwartet, allerdings ist Pietro Maglio (Oberschenkelprellung) angeschlagen.

Spitzenreiter TSGV Waldstetten zeigte gegen Germania Bargau beim 0:0 erste Schwächen, entging einer Niederlage wohl nur deshalb, weil SchiedsrichterBenjamin Schmidt in der Nachspielzeit einen Elfmeter für Bargau zurückgenommen hatte. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, tobte Bargaus Trainer Stefan Klotzbücher. „Eine klarere Notbremse habe ich in meinen Leben noch nicht gesehen.“ Waldstettener wie Bargauer bekommen es am Sonntag mit Stuttgarter Teams zu tun. Bargau empfängt Nafi Stuttgart, Waldstetten gastiert beim TSV Weilimdorf.

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/tsv-weilheim_artikel,-vorsicht-vor-den-pruegelknaben-_arid,206039.html