Im letzten Saisonspiel der Landesliga haben es die Weilheimer Fußballer noch einmal richtig krachen lassen. Der TSVW kam gegen den TSV Neu-Ulm zu einem 7:2 (3:1)-Erfolg und belegt zum Abschluss der Runde den dritten Tabellenplatz. Trotz des deutlichen Sieges fehlten dem Weilheimer Trainer Chris Eisenhardt nach dem Spiel etwas die Worte: „Ich weiß nicht richtig, wie ich dieses Spiel einordnen soll.“ Dabei hatten seine Jungs die Tore teilweise sehenswert herausgespielt und am Ende auch in dieser Höhe völlig verdient gewonnen. Dennoch wollte Eisenhardt den Sieg nicht überbewerten: „Neu-Ulm hat in der zweiten Halbzeit stark abgebaut.“

Nicht zu bremsen: Marvin Heth (li.) und die Weilheimer konnten von den Neu-Ulmern nicht aufgehalten werden. Foto: Genio Silviani
Nicht zu bremsen: Marvin Heth (li.) und die Weilheimer konnten von den Neu-Ulmern nicht aufgehalten werden. Foto: Genio Silviani

Noch in der ersten Halbzeit konnten die Gäste das Spiel ausgeglichen gestalten und gingen durch einen abgefälschten Flachschuss von Nagarasa Kisanthan nach wenigen Minuten mit 1:0 in Führung (8.). Die Limburgstädter zeigten sich keineswegs geschockt und hätten durch Yücel Uluköyli (14.) oder André Kriks (15.) den Ausgleich erzielen können.

Ein paar Zeigerumdrehungen später war es dann soweit. Nach einer mustergültigen Vorlage von Kriks zeigte Felix Hummel seine Torjägerqualitäten und erzielte den Ausgleich (23.). Es kam noch besser, denn kurz darauf gelang Kriks der 2:1-Führungstreffer (31.). In der Folgezeit hätten die Gastgeber ihre Führung weiter ausbauen können, aber Kriks (41.) und auch Hummel (42.) vergaben zwei Großchancen. Fast mit dem Halbzeitpfiff dann doch noch das dritte Weilheimer Tor durch Samuel Lopes Silva zum 3:1 (44.).

Nach dem Seitenwechsel kam der große Auftritt des eingewechselten Lennart Zaglauer. Dem 23-Jährigen gelangen im zweiten Spielabschnitt noch drei Treffer, wodurch er sein Torekonto auf 15 Einschüsse schraubte und damit erfolgreichster Weilheimer Goalgetter der Saison wurde. Zunächst erzielte Zaglauer neun Minuten nach seiner Einwechslung nach schöner Einzelleistung das 4:1 (64.). Nur eine Minute später scheiterte er am Neu-Ulmer Keeper (65.). Danach unterlief dem Neu-Ulmer Abwehrspieler Florian Peruzzi ein unglückliches Eigentor zum 5:1 (68.).

Der schönste Treffer gelang allerdings den Gästen durch den Eigentorschützen Peruzzi, der mit einem Schuss von der Mittellinie den zu weit vor dem Tor stehenden Weilheimer Torwart Philipp Uttikal überwinden konnte (74.). In einer einseitigen Schlussphase sorgte Lennart Zaglauer mit einem Doppelpack (82., 87.) innerhalb von nur fünf Spielminuten für einen auch in dieser Höhe völlig verdienten 7:2-Sieg.

Trotz der deutlichen Niederlage war der Neu-Ulmer Trainer Ünal Demirkan noch nicht einmal enttäuscht: „Wir waren schon vor dem Spiel abgestiegen, und deshalb kann ich es verstehen, wenn meine Spieler nach dem 1:4-Rückstand keine große Lust mehr hatten.“

Quelle: https://www.teckbote.de/lokalsport/lokalnachrichten-lokalsport_artikel,-zum-abschied-gibts-ein-schuetzenfest-_arid,201929.html