Fußballlandesligist TSV Weilheim ist in der ersten Runde des WFV-Pokals gescheitert. Gestern verlor der TSVW beim FC Eislingen 2:3 nach Verlängerung. 


Da war die Weilheimer Welt noch in Ordnung - die Roten bejubeln das 1:0 durch Can Kanarya. Am Ende verloren die TSVW-Kicker ihr Pokalmatch in Eislingen mit 2:3. Foto: Genio Silviani
Da war die Weilheimer Welt noch in Ordnung - die Roten bejubeln das 1:0 durch Can Kanarya. Am Ende verloren die TSVW-Kicker ihr Pokalmatch in Eislingen mit 2:3. Foto: Genio Silviani

Eine Halbzeit hui, eine pfui und am Ende ganz viel Pech. Weilheims Landesligafußballer haben bereits in der ersten Runde des Verbandspokals die Segel streichen müssen. 2:3 hieß es gestern Abend bei Neu-Ligarivale FC Eislingen, nachdem beide Teams sich einen 120-minütigen Schlagabtausch geliefert hatten.

Im ersten Match unter alleiniger Leitung von Hübbe-Erbe Chris Eisenhardt hatten die Limburgstädter den gastgebenden Eislingern zunächst kaum Zeit zum Luftholen gelassen. Dank aggressiven Weilheimer Pressings wurde Liganeuling FCE in der ersten Hälfte weitestgehend in der eigenen Hälfte eingeschnürt, konnte sich erst gegen Ende der ersten 45 Minuten etwas befreien.

Zuvor waren die Gäste ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht geworden. Binnen fünf Minuten sorgten die Weilheimer mit zwei Treffern für klare Verhältnisse – mit freundlicher Unterstützung der Eislinger Außenverteidigung, die zunächst Christoph Bauer in der 13. Minute von links nach innen flanken ließ, wo Can Kanarya nach sehenswerter Ballbehandlung und gewonnenem Zweikampf zum 1:0 einschob. Kurz darauf bediente Yücsel Uluköyli von rechts TSVW-Neuzugang Tobias Heim (vom SV Göppingen), der auf 2:0 erhöhte.

Dass es aus Eislinger Sicht nicht noch schlimmer kam, war dem Pech von Lennart Zaglauer geschuldet. Der treffsicherste Weilheimer der Vorbereitung (fünf Tore) scheiterte zwei Mal am Aluminium. Sekunden vor dem 1:0 traf er per Drehschuss nur den Innenpfosten, in der 28. Minute drosch der als einzige Spitze aufgebotene 23-Jährige nach einem 30-Meter-Alleingang den Ball an die Querlatte.

Im (Irr)Glauben des sicheren Sieges beschränkten sich die Weilheimer nach dem Seitenwechsel nur noch aufs Nötigste, was bitter bestraft wurde. Nach einem direkt verwandelten 20-Meter-Freistoß von Moritz Gutmann (58.) witterten die Gastgeber Morgenluft. Mehr noch: Zwölf Minuten später war nach dem Ausgleichstreffer von Roberto Forzano der Spielverlauf weitestgehend auf den Kopf gestellt – auch wenn sich die Eislinger das Remis ob ihrer kämpferischen Einstellung und Willensstärke durchaus verdient hatten.

Beflügelt durch die fulimante Aufholjagd hielt der amtierende Bezirksligameister den wenigen Weilheimer Angriffsbemühungen bis Ende der regulären Spielzeit stand, ohne sich jedoch selbst Zwingendes zu erarbeiten. Dies sollte sich in der Verlängerung ändern, als Roberto Forzano mit seinem zweiten Treffer den unvermutet frühen Pokal-K.o. der Weilheimer besiegelte.

Entsprechend enttäuscht zeigte sich hinterher TSVW-Coach Eisenhardt. „Wir hätten in der ersten Halbzeit den Sack zumachen müssen“, sagte der 31-Jährige, dessen Team seinen nächsten Einsatz bereits am morgigen Sonntag hat. Beim Teckbotenpokal in Holzmaden bekommen es die Weilheimer in ihrer ersten Vorrundenpartie um 17.15 Uhr mit B-Ligist SF Dettingen II zu tun.

Quelle: http://www.teckbote.de/nachrichten/sport_artikel,-Weilheimer-gehen-an-der-Fils-baden-_arid,97087.html